Coronavirus

So arbeitet der Heitersheimer Verwaltungsstab in der Coronakrise

Volker Münch

Von Volker Münch

Do, 26. März 2020 um 18:01 Uhr

Heitersheim

Der Verwaltungsstab tagt in Heitersheim regelmäßig, um Informationen in der Coronakrise auszutauschen und wichtige Schritte zu besprechen.

Zum dritten Mal traf sich am Dienstagabend der Verwaltungsstab der Stadt im Bürgersaal. Wie in Nachbarkommunen auch, wurden dabei Aktionen koordiniert und die betreffenden Entscheidungsträger auf einen aktuellen Stand der Situation gebracht. Das Gremium wird weiterhin einmal in der Woche tagen.

Für jeden der Teilnehmenden wurde im Bürgersaal ein großzügiger Raum zugewiesen, um den notwendigen Sicherheitsabstand zu gewährleisten. An der Spitze des Gremiums stehen Bürgermeister Christoph Zachow und Feuerwehrkommandant Kai Ullwer. Dabei sind außerdem Polizeioberrat Thomas Müller, Leiter des zuständigen Polizeireviers Müllheim, und ein weiterer Beamter des Polizeipostens. Weitere Vertreter repräsentieren das Ordnungsamt der Stadt, den Gewerbeverein, die Schulen und Kindergärten sowie die Pflegeheime. Der Rettungsdienst, die Feuerwehr und die Hausärzte sind ebenfalls in dem Gremium vertreten, das in regelmäßigen Abständen zusammenfindet und die aktuelle Situation in der Malteserstadt bewertet, so Bürgermeister Zachow.

Besprochen wird etwa der Umgang mit den Personalressourcen im Rathaus oder auch die Notbetreuung der Kinder. "Unsere Hausärzte sind sehr dankbar für die Möglichkeit, sich auszutauschen", berichtet Ullwer – sie halten meist über das Telefon Kontakt zum Verwaltungsstab.

Keine Probleme mit Menschenansammlungen

Am Dienstag wurde über die Problematik der Coronapartys und Menschenansammlungen gesprochen – Polizeioberrat Müller konnte aber Entwarnung geben: "Da hatten wir am Wochenende keine nennenswerten Vorkommnisse." Künftig will man sich auch mit Gastronomen austauschen, um die Möglichkeit für einen gemeinsamen Lieferdienst zu prüfen.



Ein Ergebnis der Stabsarbeit war beispielsweise auch die Herstellung von Desinfektionsmitteln in einer Heitersheimer Apotheke, wie sie kürzlich vom Regierungspräsidium erlaubt wurde. Das Desinfektionsmittel wird den Hausärzten und den Hilfsdiensten zur Verfügung gestellt. Um an ausreichend Rohstoffe zu bekommen, wurden regionale Firmen um Unterstützung gefragt, berichtete Zachow. In den zurückliegenden Sitzungen wurde die Sicherstellung von logistischen Aufgaben über die Feuerwehr und das Einsammeln von Schutzausrüstung für die Hausärzte in Heitersheim, Ballrechten-Dottingen und Sulzburg besprochen. "Die haben einen hohen Bedarf, der auf diese Weise verlässlich gedeckt werden kann", erzählt Ullwer.