Kreis Emmendingen

So funktioniert ab Dienstag die Anmeldung im Kreisimpfzentrum in Kenzingen

Theresa Steudel

Von Theresa Steudel

So, 17. Januar 2021 um 14:18 Uhr

Kreis Emmendingen

Am Dienstag wird die Terminreservierung für das Kenzinger Kreisimpfzentrum freigeschaltet. Das Zentrum öffnet am 22., Termine sind jedoch erst ab 26. Januar bis Ende Februar möglich.

Ab dem morgigen Dienstag, 19. Januar, wird die Terminreservierung für das Kreisimpfzentrum in Kenzingen (KIZ) freigeschaltet. Zunächst werden Termine vom 26. Januar bis Ende Februar vergeben. Das KIZ öffnet bereits am 22. Januar. An den ersten zwei Tagen sollen laut Landratsamt jedoch Pflegekräfte und weiteres Personal aus pflegerischen Einrichtungen geimpft werden.

Das Kreisimpfzentrum in Kenzingen ist zunächst von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Die Reservierungen können entweder per Telefon über das bundeseinheitliche zentrale Buchungssystem unter Tel. 116 117 vorgenommen werden. Oder online über die Internetadresse http://www.impfterminservice.de

Vertrauenspersonen können helfen

Dabei können Angehörige oder andere Vertrauenspersonen helfen oder die Buchung nach Absprache auch direkt für die zu impfende Person vornehmen. Wichtig ist jedoch, dass die zu impfende Person zum Impftermin in Kenzingen den Code (bei telefonischer Buchung über 116 117) oder den Ausdruck (bei Buchung über das Internet) mitbringt. Bei der Impfung müssen zudem ein Ausweisdokument (Personalausweis oder Pass), die Gesundheitskarte der Krankenkasse und, sofern vorhanden, der Impfpass vorgelegt werden.

Für eine Buchung über die Webseite wird eine Handy-Nummer und eine E-Mail-Adresse benötigt. Das können zum Beispiel auch die Handynummer und E-Mail-Adresse der helfenden Person sein. Auf der Seite http://www.impfterminservice.de müssen das Bundesland und das gewünschte Impfzentrum ausgewählt werden. Danach wird der Impfanspruch der Person abgefragt, für die, zum Beispiel stellvertretend, ein Termin gebucht werden soll. Nach Eingabe von Handynummer und E-Mail wird ein Code per SMS geschickt (er ist 10 Minuten verfügbar), der eingegeben werden muss. Per E-Mail werden zwei weitere Codes gesandt, mit denen die Termine für die erste und zweite Buchung nach Verfügbarkeit gebucht werden können. Am Ende wird eine Bestätigung erstellt, die ausgedruckt und zum Termin mitgebracht werden muss.

Bei der Telefonbuchung auf die Ansagen achten

Für eine Buchung über die Telefonnummer 116 117 vom Festnetz oder Handy wählen, Ansage abwarten und dann die "1" für Impftermin drücken. Es werden das Bundesland sowie das gewünschte Impfzentrum abgefragt. Eine Mitarbeiterin oder Mitarbeiter klärt danach die beiden Impftermine ab und teilt einen Code mit. Dieser Code muss notiert und zur Impfung mitgebracht werden. Anrufer, die statt der 1 eine andere Zahl wählen oder einfach nur am Telefon bleiben, landen bei den Rettungsleitstellen des Notfalldienstes. Impftermine können dort nicht vereinbart werden, allerdings werden die Leitungen dann blockiert.

Mit dem Betriebsstart sind je Woche 585 Impfungen möglich. Wegen der geringen Impfdosen zum Starttermin des Kreisimpfzentrums und der erwarteten Nachfrage muss bei den Terminen am Anfang nach den bisherigen Erfahrungen mit Wartezeiten gerechnet werden. Sobald mehr Impfstoff ankommt, werden die Kapazitäten nach oben gefahren.

Bei maximaler Auslastung sind 750 Impfungen pro Tag möglich

Maximal ausgelastet ist das Zentrum nach bisherigen Informationen mit täglichen Öffnungszeiten von 7 bis 21 Uhr, 750 Impfungen pro Tag und 150 mobilen Impfungen. Gearbeitet wird dann in drei Schichten zu je vier Stunden. Geöffnet bleibt das Kreisimpfzentrum nach jetzigem Stand bis zum 30. Juni – danach sollen Hausärzte die Impfungen übernehmen.

Ab dem ersten Betriebstag fährt zunächst eines der beiden mobilen Impfteams in Altenpflegeheime, um dort zu impfen. Die rund 1200 Bewohner der Altenpflegeheime gelten als besonders gefährdet und zählen wie das Personal von Pflegeheimen, ambulanten Pflegediensten, Sozialstationen, Rettungsdienst und Krankenhäusern sowie Menschen, die 80 Jahre und älter sind, zur Gruppe mit der höchsten Priorität.

Für einen Schutz gegen Covid-19 sind zwei Impfungen erforderlich, bei der Terminbuchung werden deshalb gleich zwei Termine vereinbart – für die erste Impfung und für die zweite Impfung drei Wochen später. Die Impfung ist kostenlos und freiwillig. Nach einer Registrierung kommen die Impflinge in Einbahnstraßen direkt in Kabinen, wo sie vom Arzt individuell aufgeklärt und geimpft werden. Zusammen mit der anschließenden 30-minütigen Beobachtungszeit rechnet das Landratsamt mit etwa einer Stunde Aufenthalt. Sollten sehr unwahrscheinliche direkte Reaktionen auf die Impfung auftreten, werden diese in einem Notfallraum vor Ort behandelt.

Etwa 11000 Menschen im Landkreis mit hoher Priorität

Im Landkreis Emmendingen sind es insgesamt rund 11 000 Menschen, die derzeit Anspruch auf eine Impfung haben. Alle anderen Personengruppen kommen nach einem Stufenplan zu einem späteren Zeitpunkt an die Reihe – wann dies sein wird, hängt von der Impfstoffmenge ab, die im Laufe der nächsten Monate zur Verfügung steht. Landrat Hanno Hurth bittet deshalb schon jetzt um Verständnis und Geduld.

FDP-Kreisvorsitzender Felix Fischer kritisiert in einer Mitteilung die Terminvergabe und fordert, die Infrastruktur der örtlichen Verwaltungen zu nutzen und Terminangebote an ältere Menschen direkt zu versenden. Die Terminvergabe solle barrierefrei stattfinden und der Transport zum Impfzentrum sichergestellt, zum Beispiel mit Taxigutscheinen.



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