Viele Beschäftigte sind zuhause

Marin Wunderle

Von Marin Wunderle

Sa, 11. April 2020

Löffingen

Tatzmania-Betriebsleiter Hassler hofft auch baldige Eröffnung.

LÖFFINGEN. Wie viele andere Betriebe im Freizeitbereich hat auch der Löffinger Freizeitpark Tatzmania derzeit wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Wann der Park eröffnet werden kann, ist derzeit noch ungewiss, sagt Betriebsleiter Patrick Hassler.

Das sei genauso wie beim Europa-Park in Rust oder anderen Freizeiteinrichtungen oder Zoos, die nach einer Verordnung des Landes schließen mussten. Wann diese wieder aufgehoben wird, könne derzeit niemand voraussagen, doch danach müsse man sich eben richten.

Schade sei es, dass ausgerechnet jetzt, bei dem angekündigten schönen Wetter, das Ostergeschäft ins Wasser fällt, erklärt Patrick Hassler gegenüber der Badischen Zeitung.

Die Tierpfleger sind derzeit ganz normal im Park unterwegs, um die Tiere zu versorgen. Doch auch hier habe man etwas umstrukturiert, um zu vermeiden, dass sie sich bei der Arbeit in die Quere kommen und sich so möglicherweise mit dem Coronavirus anstecken. Einzelne Beschäftigte seien noch mit Kosmetik in den Parkanlagen oder mit Renovierungsarbeiten beschäftigt. Alle anderen habe er nach Hause schicken müssen, sagt Patrick Hassler. Kurzarbeitergeld für die Freizeitanlagen wie Tatzmania, den Steinwasenpark und die Rodelbahn am Hasenhorn in Todtnau, die derzeit ebenfalls stillsteht, habe die Firma inzwischen beantragt.

Betroffen von den Einbußen seien aber nicht nur der Freizeitpark durch fehlende Eintrittsgelder und seine Beschäftigten durch Lohneinbußen, sondern auch Falkner Franz Ruchlak, der auf seine Greifvogelvorführungen verzichten muss und auch die Lieferanten von Getränken oder die Metzgerei, die die Restaurants im Park beliefern.

Auch Bauarbeiten seien derzeit nicht möglich, sagt Hassler. Zum einen fehlen noch Baugenehmigungen durch die Behörden, die derzeit durch die Einschränkungen auch nicht in normalem Pensum arbeiten können, zum anderen auch Ersatzteile für ein Fahrgeschäft von einem italienischen Lieferanten.

Hassler hofft jetzt, nach den Osterferien zumindest auf eine Aussage zur Tendenz, wann die Freizeitparks wieder öffnen können. Dafür sei er auch gerne bereit, entsprechenden Auflagen gerecht zu werden, um wieder öffnen zu können. So sehe er beispielsweise im Kassenbereich keine Probleme, den geforderten Abstand von zwei Metern einhalten zu können und auch bei den Fahrgeschäften könne man dann ja nur jede zweite Gondel bestücken. Was dann jedoch sicher geschlossen bleiben müsse, sei das Angebot Indoorhalle.

Um die Tiere im Park macht sich Patrick Hassler keine Sorgen, auch nicht, nach dem sich ein Tiger in den USA und Haustiere in China mit dem Coronavirus angesteckt haben. Auch ein zoologischer Berater aus München und die Tierärzte, die er deshalb kontaktiert hat, hätten keine Bedenken geäußert. Schließlich gebe es nur wenige Zootiere, denen Besucher so nahe kommen, dass die Infektion übertragen werden kann. Das Gleiche gelte auch für die Pfleger.

Die derzeitige Schließung bedauere er auch mit Blick auf die vielen Besucher aus der Region und den Tourismus im Schwarzwald, sagt Hassler.