Söder fordert hohes Bußgeld

afp

Von afp

Di, 15. September 2020

Panorama

Corona-Ausbruch in Bayern.

Der Fall einer mutmaßlich als Superspreaderin für zahlreiche Corona-Infektionen in Garmisch-Partenkirchen verantwortlichen Frau ist für Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder "ein Musterfall für Unvernunft". Söder forderte im Anschluss an eine Kabinettssitzung Konsequenzen wie ein entsprechend hohes Bußgeld. Die zuständige Staatsanwaltschaft München II leitete ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung ein.

Die 26 Jahre alte Frau soll trotz Corona-Symptomen und einer Quarantäneanordnung vergangene Woche am Dienstag in Garmisch-Partenkirchen mehrere Lokale besucht und zahlreiche Menschen infiziert haben. Sie soll in einem Hotel für Mitglieder der US-Streitkräfte und deren Familien gearbeitet haben. Laut Hotel wurden mehrere Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet. Die Verdächtige zähle zum zivilen Personal der US-Streitkräfte. Nach dem Nato-Truppenstatut dürften die deutschen Behörden gegen sie ermitteln. Der Strafrahmen für fahrlässige Körperverletzung reicht von einer Geldstrafe bis zu drei Jahren Haft.