"Als Kind wollte ich Geheimagentin werden"

Matthias Konzok

Von Matthias Konzok

Fr, 16. Oktober 2020

Frauenfussball

WARMLAUFEN mit Sophie Ertl, die Verbandsliga-Fußballerin des FC Hausen im BZ-Fragebogen über ausgesperrte Lehrerinnen und kuriose Clubnamen / Sonntag gegen Hegau.

Sie wohnte schon im schönen Heidelberg und Paraguay, inzwischen ist sie im Wiesental heimisch: Sophie Ertl aus Schönau. Auch fußballerisch hat die 18-Jährige im Wiesental ihren Club gefunden, nach Stationen beim SC Freiburg und FC Basel spielt sie seit Sommer 2019 im zentralen Mittelfeld des FC Hausen. Nach der spektakulären 5:7-Niederlage beim FC Hochrhein wollen Ertl & Co. nun ihren ersten Verbandsliga-Sieg seit Mai 2019 holen und treffen am Sonntag, 15 Uhr, auf den Hegauer FV II. Zuvor stand Ertl für den BZ-Fragebogen Rede und Antwort – auch zu Nichtsportlichem.

» Als Kind wollte ich werden? Ärztin oder, als ich ganz, ganz klein war: Geheimagentin. Jetzt beginne ich im November bei der Bundeswehr mit der Ausbildung zur Notfallsanitäterin.
Immer essen könnte ich: Alles, was meine Oma kocht. Aber Hauptsache, es ist nicht zu viel Gemüse.
» Mit Fußball begonnen habe ich... mit elf Jahren. Ich hab’ damals immer die Spiele von meinem Papa angekuckt, irgendwann wollte ich auch selber spielen.
Der beste Fußballer der Welt? Bastian Schweinsteiger. Oder Marco Reus.
» Die beste Serie für einen Marathon: Prison Break oder Haus des Geldes. Ich habe beide schon durchgeschaut.
Auf meinem mp3-Player fehlt auf keinen Fall... alte englische Popmusik zum Mitsingen.
» Erinnern Sie sich an einen Schülerstreich? Wir haben mal eine Lehrerin aus dem Klassenzimmer ausgeschlossen. Das war in Heidelberg, ich glaube sechste Klasse. Ihre Reaktion? Nicht gut. Ich hatte eh nicht das beste Verhältnis zu ihr, sie war ziemlich sauer und ich bekam den ganzen Ärger ab. Ich meine, dass meine Mama in die Schule kommen musste.
Lieblingsinternetseite? Snapchat.
» Die beste Sportart außer Fußball? Volleyball finde ich ganz cool. Aber ich mag eigentlich jede Sportart, vor allem, wenn sie mit Bällen zu tun hat. Im Verein habe ich außer Fußball bisher nur Turnen gemacht, als ich noch klein war.
Gerne mal treffen würde ich... Bastian Schweinsteiger.
» Der verrückteste Vogel beim FC Hausen? Da gibt’s viele. Auf jeden Fall Larissa Rueb. Wenn sie ihre fünf Minuten hat, kann sie in der Kabine schon mal abgehen. Und Magdalena Debes ist nicht direkt verrückt, aber für alles zu haben. Und: Sie hasst Streit, versucht das immer gleich zu klären.
Lieblingsverein? Borussia Dortmund. Mein Papa ist Bayern-Fan, ich möchte nicht einer Meinung mit ihm sein, damit es ein bisschen spannender wird. Die Stimmung zuhause bei Spielen von Dortmund gegen Bayern? Das kommt drauf an. Mal so, mal so.
» Meine peinlichste Szene auf dem Platz: Eher unangenehm als peinlich: In meinem allerersten Spiel stand ich im Tor, weil niemand anderes rein wollte. Ich bekam ein blaues Auge und eine Gehirnerschütterung... Ich glaube, ich habe danach sogar noch weitergespielt.
Eine Sportart, in der ich talentfrei bin: Skifahren. Das habe ich bisher erst einmal gemacht. Aber ich würde es gerne lernen.
» Eine Macke von mir: Wenn es auf dem Spielfeld bei mir nicht läuft, kann ich leider ziemlich unangenehm werden. Ich hoffe, die anderen nehmen mir das dann nicht böse.
Mein erstes Geld verdient habe ich... mit Kellnern in dem Restaurant, in dem mein Onkel arbeitete.
» Lieblingsfächer in der Schule? Sport. Und Mathe war auch ganz cool.
Welche Superkraft hätten Sie gerne? Fliegen. Oder Teleportieren. So könnte man dort hingehen, wo man gerade Lust hat, und die Welt sehen.
» In der Verbandsliga... kommen wir mit dem FC Hausen hoffentlich in die obere Tabellenhälfte. Ich hatte in der Vorbereitung voll das gute Gefühl, dass es besser laufen wird als in der vergangenen Saison. Ich finde, wir haben megatalentierte Spielerinnen. Wir müssen nur noch unsere Spielweisen aufeinander abstimmen und gescheit zusammenfinden.
Fußball unter Corona-Bedingungen... war ganz am Anfang doof, weil man keine Spiele machen durfte. Das ist ja das, worauf man sich im Training am meisten freut. Danach ging es wieder. An den Spieltagen merke ich die Einschränkungen nicht so sehr.
» Bernhard Zimmermann ist ein super Trainer, aber... immer wenn wir gegen den SV Deggenhausertal spielen, kann er den Vereinsnamen nicht richtig aussprechen. Er sagt "Deggentalerhausertal" oder sowas, immer komplett anders. Irgendwie lernt er das auch nicht.
Sonntag gegen die Hegauer Oberliga-Reserve... wollen wir unseren ersten Saisonsieg feiern. Wir werden an die Sachen, die im letzten Spiel beim FC Hochrhein gut liefen, anknüpfen und versuchen, unser Spiel durchzuziehen.