Ministerium stützt das DRK

Stefan Mertlik

Von Stefan Mertlik

Fr, 19. Februar 2021

Bad Säckingen

Debatte um Corona-Impfungen.

Für "nachvollziehbar" hält das Sozialministerium Baden-Württemberg die Begründung des DRK-Kreisverbands Säckingen, der Führungskräfte ohne direkten Patientenkontakt als Reserve für den Rettungsdienst gegen Corona geimpft hat. Das teilte die Pressestelle des Ministeriums nun der Badischen Zeitung mit. Das Impfzentrum vor Ort, das im Auftrag des Ministeriums die Impfungen durchführt, könne zu dem konkreten Einzelfall nichts sagen. Das Impfzentrum prüfe jedoch vor der Impfung, dass die Impflinge eine Berechtigung zum Impfen haben, in diesem Fall eine Bescheinigung des Arbeitgebers oder der Organisation. Die Impfzentren seien darauf angewiesen, dass diese korrekt ausgestellt sind.

"Die hier gegebene Begründung einer Einsatzreserve ist nachvollziehbar, für uns oder die Impfzentren im konkreten Einzelfall jedoch nicht zu überprüfen", schreibt die Pressestelle. Das Sozialministerium fordere die Organisationen und Arbeitgeber dazu auf, nur für aktuell tatsächlich impfberechtigtes Personal Impfbescheinigungen auszustellen. Die Verantwortung, das korrekt zu tun, liege in jedem Falle bei den Organisationen und Arbeitgebern.

Der DRK-Kreisverband Säckingen sieht sich mit dem Vorwurf konfrontiert, Führungskräfte gegen Corona geimpft zu haben, die keinen direkten Kontakt zu gefährdeten Personengruppen hatten. Ein anonymer Brief aus den eigenen Reihen an den Bundesverband brachte die Geschichte ins Rollen.