Koalitionsverhandlungen

SPD und FDP haben sich das selbst eingebrockt

Helmut Schaaf

Von Helmut Schaaf (Jestetten)

Mo, 19. April 2021

Leserbriefe

Zu: "Katzenjammer statt Aufbruch", Beitrag von Axel Habermehl (Politik, 3. April)

Die SPD und FDP sind enttäuscht über die Entscheidung von Ministerpräsident Kretschmann (Grüne). Doch sie haben sich die Nichtberücksichtigung der Ampelkoalition selber eingebrockt. Gerne hätte Herr Kretschmann eine Ampelkoalition mit der SPD abgeschlossen, doch diese ist seit Jahren nur noch im Abwärtstrend. Sie ist längst nicht mehr die Partei der Arbeiter, sie hat auch kein Profil mehr, und die Parteivorsitzenden haben keine klare Linie.

Der FDP ist der Profit wichtiger als die Zukunft der Menschheit. Der Parteivorsitzende Lindner tönt: Man solle den Klimawandel nicht so ernst nehmen, das gefährde den Wohlstand und das Wachstum. Der Fraktionsvorsitzende im Landtag Baden-Württemberg Rülke ist ein Scharfmacher, der nur kritisiert, ohne eine Alternative anzubieten. Mit diesen ewig Gestrigen kann man nicht regieren.

Die CDU, der große Verlierer dieser Wahl, ist alles andere als ein idealer Partner für die Grünen, aber das kleinere Übel. Die geschwächte CDU muss Abstriche und Kompromisse machen. Nur durch das Versagen der SPD und die falsche Politik der FDP kann die CDU die Koalition fortsetzen. Ich wünsche mir, dass Kretschmann auch die Kritiker in den eigenen Reihen mit guter Politik überzeugen kann, so wie wir es bisher von ihm gewohnt sind. Helmut Schaaf, Jestetten