Eisvögel in Playoffs gegen Wasserburg

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Mo, 11. März 2019

USC Eisvögel

Nach dem 76:73-Sieg gegen Marburg werden Freiburgs Basketballerinnen die Hauptrunde als Fünfte beenden.

FREIBURG. Freiburgs Erstliga-Basketballerinnen gewannen ihr letztes Hauptrunden-Heimspiel gegen den bisherigen Tabellenzweiten Marburg 76:73 und erreichten damit auf Rang fünf das Playoff-Viertelfinale. Dort treffen sie auf den TSV Wasserburg. Den Erfolg gegen den BC Marburg bewerteten USC-Trainerin Hanna Ballhaus und Kapitänin Luana Rodefeld als "sehr wichtig für die Platzierung und fürs Selbstvertrauen". Ballhaus weiter: "Wir können mit einem guten Gefühl in die Playoffs gehen."

800 Zuschauer in der Freiburger Unisporthalle sahen am Samstagabend eine abwechslungsreiche Partie. Die Führung wechselte hin und her (Viertelergebnisse: 23:19, 18:23, 16:15, 19:16), die Teams schenkten sich nichts. Und dennoch war es ein faires Spiel, in dem die lettische Spielmacherin des USC Freiburg, Ilze Jakobsone, nicht nur glänzend Regie führte, sondern mit 20 Punkten auch noch Topscorerin ihrer Auswahl war. Aber auch die Kanadierin Audrey-Ann Caron-Goudreau und die US-Amerikanerin Kristen Gaffney glänzten, obwohl beide leicht angeschlagen in die Partie gegangen waren. In der entscheidenden Spielphase lief das USC-Team in der Defensive zudem zu Höchstform auf. Die Partie ähnelte in ihrer Intensität bereits einem Playoff-Spiel.

Da die Breisgauerinnen das bessere Ende für sich hatten, sind nun die Fronten für beide Teams in Sachen Playoff-Viertelfinale geklärt. Obwohl am kommenden Samstag (19 Uhr) noch das Gastspiel beim Tabellensechsten Hannover ansteht, wissen die Freiburger Korbjägerinnen, dass sie als Tabellenfünfter in die K.o.-Runde starten. Gegner im Viertelfinale wird Abonnementsmeister TSV 1880 Wasserburg sein. Die Spielerinnen aus Bayern mussten sich allerdings in der vergangenen Saison Keltern in der Finalserie geschlagen geben. Auch in der laufenden Spielzeit kam das Team vom Inn nicht so richtig in Schwung und wird die Hauptrunde – nach der 57:66-Niederlage am Samstagabend gegen Keltern – auf dem vierten Rang beenden. Das bedeutet: In der Serie von maximal drei Partien kommt es zum Duell Wasserburg gegen den USC Freiburg. Das Viertelfinale beginnt mit einer Partie am letzten März-Wochenende im Bayrischen. Dann folgt das Heimspiel der Eisvögel am Dienstag, 2. April. Sollten danach beide Mannschaften jeweils einen Sieg aufweisen, käme es am ersten April-Wochenende zu einem entscheidenden dritten Spiel, das in Wasserburg stattfinden würde.

Während die Eisvögel als Aufsteiger damit ihr zuletzt ausgegebenes Ziel (Rang fünf) erreichten, hat der BCM in jüngster Zeit einige Rückschläge hinnehmen müssen. Die Niederlage beim USC Freiburg, der 2019 daheim noch ungeschlagen ist und seine Heimbilanz auf acht Siege in zehn Partien ausweitete, war für Marburg die vierte in den zurückliegenden fünf Spielen. Die Mannschaft aus dem Hessischen war zunächst vom ersten Rang auf Platz zwei zurückgefallen. Durch die Verlustpartie im Breisgau ist an Marburg nicht nur Tabellenführer Herne, sondern auch Keltern vorbeigezogen. Damit wird der BCM im Viertelfinale zwar Heimrecht genießen in einem eventuell stattfindenden dritten Spiel gegen den Tabellensechsten Hannover. Sollte es Marburg ins Halbfinale schaffen, wäre dann der Heimvorteil aber dahin – wenn sich Keltern für die Runde der besten vier qualifiziert.

Vor den Playoffs steht aber am 23./24. März noch das Pokal-Endturnier (Top Four) in Herne an, wofür sich neben dem Gastgeber noch Marburg, der USC Freiburg und Zweitligist Osnabrück qualifiziert haben. Im Halbfinale am 23. März spielen die Eisvögel gegen Osnabrück.

Freiburg: Moten (8 Punkte), Zdravevska (1), Rodefeld (7/davon 1 Dreier), Wieczorek (nicht eingesetzt) L. Ouedraogo, Paunovic (5/1), Jakobsone (20/2), Nufer, Wieczorek (nicht eingesetzt), Kambach, Caron-Goudreau (17/1), Kranzhöfer (3), Gaffney (15). Marburg: Bertholdt (11/1), Sola (4), Reeh, Schaake (4), Yohn (21/5), Klug (4), Winterhoff, Baker (9), Kiss-Rusk (14), Bradley (4), Wagner (2). Zuschauer: 800.