Eishockey

EHC Freiburg: Britischer Nationalcoach wird neuer Trainer

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

Mo, 13. Mai 2019 um 19:59 Uhr

EHC Freiburg

Er ist der Trainer der britischen Eishockey-Nationalmannschaft und steht ab der neuen Saison hinter der Bande der Freiburger Wölfe: Peter Russell. Der 44-Jährige war ein Wunschkandidat des EHC.

Gerade noch gegen Deutschland gespielt, ab nächster Saison in Deutschland aktiv: Seit dem Ende der vergangenen DEL-2-Saison wurde spekuliert, wer den Eishockey-Zweitligisten EHC Freiburg in der kommenden Spielzeit trainieren würde. Nun gibt der Verein seine Entscheidung bekannt: Der 44-jährige Schotte Peter Russell wird beim DEL-2-Klub aus dem Breisgau 2019/20 hinter der Bande stehen und beerbt damit Jan Melichar, der mit den Wölfen zuletzt haarscharf den Klassenerhalt geschafft hatte.

Russell kommt vom britischen Erstligisten Glasgow Clan zu den Wölfen. Besser bekannt ist er jedoch als Coach der britischen Nationalmannschaft, die er in seiner bislang fünfjährigen Amtszeit von der Drittklassigkeit in die Top-Division der 16 besten Mannschaften führte und mit der er im Moment bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei weilt. Dort unterlag seine Mannschaft am Samstag der deutschen Auswahl mit 1:3 und unterlag am Sonntagabend Kanada deutlich mit 0:8. Russell, der in seiner aktiven Karriere (1990 bis 1998) Torhüter bei verschiedenen britischen Vereinen war, ist der erfolgreichste Trainer Großbritanniens, sowohl im Profi-, als auch im Juniorenbereich.

"Peter und ich hatten schon länger Kontakt und er hat mich fachlich überzeugt" Daniel Heinrizi
Für den Sportlichen Leiter des EHC, Daniel Heinrizi, war Russell ein Wunschkandidat, wie er berichtet – trotz Gesprächen mit anderen Bewerbern: "Peter und ich hatten schon länger Kontakt und er hat mich fachlich überzeugt. Ich glaube, dass er der beste Kandidat für den Job ist und bin froh, dass er Freiburg den anderen Bewerbern aus der Liga vorgezogen hat", so Heinrizi.

"Er hat eine genaue Vorstellung, was er hier schaffen möchte und ist von unserem Projekt für die nächste Saison überzeugt. Unsere Philosophie, stärker auf junge, hungrige Akteure zu setzen, deckt sich." Der Neu-Wolf habe sich anhand von Videomaterial bereits ein Bild vom EHC machen können. Der neue Übungsleiter selbst ist froh über die Möglichkeit, in Freiburg den nächsten Schritt gehen zu können.

Er wird nach Ende der Weltmeisterschaft erstmals nach Freiburg reisen, um sich vor Ort ein Bild von seiner neuen sportlichen Heimat zu machen. Die Bekanntgabe seiner Verpflichtung verzögerte sich, da man zunächst die Freigabe seines ehemaligen Arbeitgebers abwartete. Wohin es Jan Melichar verschlagen wird, ist noch nicht bekannt.