Göttlichs Appell ans Miteinander

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Von dpa

Mo, 14. September 2020

1. Bundesliga

DFL-Präsidiumsmitglied für Besonnenheit bei Fan-Debatte.

BERLIN (dpa). DFL-Präsidiumsmitglied Oke Göttlich wirbt in der Debatte über die Wiederzulassung von Zuschauern bei Sportveranstaltungen um Besonnenheit. "Es geht nicht um einen Wettbewerb, wer der Schnellste bei der Stadionöffnung oder Hallenöffnung ist", sagte der Präsident des Fußball-Zweitligisten 1. FC St. Pauli im ZDF-"Sportstudio" am Samstagabend. Es gehe darum, "gemeinschaftlich Konzepte abzugleichen" und miteinander das Ziel zu erreichen. "Wie schaffen wir es, ohne die gesundheitliche Situation und die Pandemie zu unterschätzen, auf die Leute einzuwirken", sagte Göttlich, der seit gut einem Jahr im Führungsgremium der Deutschen Fußball-Liga sitzt. "Wir sind in einer absoluten Ausnahmesituation. Jeder hätte gerne eine allgemeingültige Regel."

Zuvor hatten ZDF und das Handelsblatt über Beratungen in der Politik über bundeseinheitliche Richtlinien für die Fan-Rückkehr berichtet. Demnach gehe es auch um eine Auslastung der Stadien von 30 bis 40 Prozent. Die Richtlinie solle den lokalen Gesundheitsbehörden als Vorlage dienen und auch für andere bundesweite Sportveranstaltungen gelten. Unklar ist, ob sich alle Länder an der Einigung beteiligen.

Bislang war eine bundeseinheitliche Regelung bei der Fan-Rückkehr in die Stadien erst bis Ende Oktober angekündigt worden. Da die Schalte von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten Ende August keine Einigung ergeben hatte, wurde eine Arbeitsgruppe zu der Frage eingesetzt.

Auch in anderen Sportarten hoffen die Vereine auf eine Rückkehr zu größeren Zuschauerzahlen – zum Beispiel im Handball. Die Corona-Verordnung das Landes Baden-Württemberg erlaubt nur Veranstaltungen mit maximal 500 Besuchern. Die Mannheimer SAP-Arena bietet normalerweise 13 200 Zuschauern Platz. Gilt aber weiter die 500-Regelung, will der zweimalige deutsche Meister zunächst aber ganz ohne Fans spielen.