Handball

SV Schutterzell: "Mindestens sechs Punkte, egal wo"

Uwe Schwerer

Von Uwe Schwerer

Mi, 12. Februar 2020 um 12:03 Uhr

Landesliga Nord

Nach der erneuten Derby-Niederlage gegen den TuS Altenheim steht der Landesligist SV Schutterzell voll im Abstiegskampf.

NEURIED. Im zweiten Ortsderby dieser Landesliga-Saison hat der SV Schutterzell erneut den Kürzeren gegen den TuS Altenheim gezogen. Am vergangenen Samstag setzten sich die Altenheimer Handballerinnen in Ichenheim mit 21:20 (8:12) durch. Der SVS steht im Tableau aber immer noch vor den Kolleginnen aus Altenheim – mit einem Punkt Vorsprung. Beide Teams brauchen noch Punkte für den Klassenerhalt.

"Wie ein roter Faden zieht sich das Verletzungspech durch unsere Saison", klagt Manfred Kurz. Er wirkt im vierten Jahr als Frauentrainer beim SVS und seit 2019 auch als Vorsitzender des Vereins. Die beiden jüngsten Niederlage schmerzen ihn besonders, denn diese kamen mit einem Tor Differenz zustande. "Wenn wir gegen Murg und Altenheim gewonnen hätten, hätten wir 16 Punkte und hätten mit dem Abstiegskampf nicht mehr viel zu tun. Das waren blöde Niederlagen." So liegen die Grün-Weißen aus dem südlichsten Neurieder Ortsteil nach 14 Spielen mit 12:16 Punkten auf dem siebten Rang unter 12 Teams. Was Kurz ziemlich wurmt. "Die Liga ist eigentlich machbar für uns", so der Coach. "Wir hatten 10:10 Punkte, es lief eigentlich alles gut."

Doch die zum Teil sehr langwierigen Verletzungen von Spielerinnen wie Katharina Tscherter, Lena Himmelsbach, Christiane Heitzmann und Lucie Cayment zehrten an der Substanz. "Wenn du in dieser Liga nicht hundert Prozent abrufen kannst, dann hast du es gegen jeden Gegner schwer, auch wenn er drei, vier Punkte unter dir steht", stellt Kurz fest und denkt dabei auch an den TuS Altenheim, gegen den sein Ensemble schon mit 16:10 vorne lag, an Ende die Partie aber doch noch aus der Hand gab.

Erst seit dieser Runde ist der SVS wieder Landesligist. Im Mai 2019 feierte er den Aufstieg in diese Spielklasse, nachdem er sich in der Relegation knapp gegen die Panthers Gaggenau durchgesetzt hatte. In der Saison zuvor hatte er sich aus der Landesliga verabschieden müssen, nachdem er in der Südstaffel den drittletzten Rang belegt hatte und dann in der Relegation an den Sinzheimerinnen gescheitert war.

Nun also wieder Abstiegskampf. Möglicherweise ist auch der zehnte und drittletzte Rang eine Position, die am Ende zum Abstieg oder vielleicht in die Relegation führt. "Wir haben noch acht Spiele, da brauchen wir mindestens sechs Punkte", rechnet der Trainer vor. "Die müssen wir holen, egal wo."

Erst einmal dürfen die Schutterzeller Handballerinnen eine Pause von drei Wochen genießen. Danach allerdings stehen sehr anspruchsvolle Aufgaben auf dem Plan: Heimspiele gegen die HSG Meißenheim/Nonnenweier und den Tabellenführer TV Friesenheim, bevor es nach Ottenhöfen geht. "Es wird schwierig", räumt Kurz ein. "Aber wir sind zuversichtlich. Mit Pessimismus kommst du ohnehin nicht weit."

SV Schutterzell: Reichenbach, Gieringer, Späth, Cayment 2, M. Bläsi, Riemer, Frick 1, Herrmann 3, Schrempp 1, A. Bläsi 2, Schwendemann 10, Hierlinger 1. TuS Altenheim: Teufel, Nautascher 6, Hörnig 1, Dolch 1, Frenk 7/4, Heini, Boos, S. Wurth, L. Wurth, Morrone 4, Lothspeich, Manßhardt, Szill 2/1. Spiel-Film: 4:4, 8:8 (24.), 12:8 – 14:8 (34.), 16:10 (36.), 17:13 (42.), 17:17 (53.), 19:18 (55.), 19:21 (60.), 20:21.