Ringen

Schon fast das Aus: Adelhausen verliert Playoff-Hinkampf deutlich

Uwe Rogowski

Von Uwe Rogowski

So, 29. Dezember 2019 um 12:56 Uhr

Ringen

Endstation Viertelfinale: Auch wenn das für die Bundesligaringer des TuS Adelhausen noch nicht amtlich ist, lässt die Höhe der Niederlage gegen Burghausen in Kampf eins kaum anderes erwarten.

Eine Überraschung war es nicht, dass der TuS Adelhausen dem SV Wacker Burghausen am Samstagabend zum Playoff-Auftakt im Viertelfinale der Ringer-Bundesliga nicht gewachsen war. Von etwas mehr Spannung war trotz der gravierenden Verletzungsprobleme auf Seiten des TuS, die eine ausgewogene Auseinandersetzung gegen den Titelverteidiger ausschlossen, aber auszugehen gewesen. Die Höhe der Niederlage im Hinkampf – 8:18 – hat praktisch alle Chancen auf das erneute Erreichen des Halbfinales schon vor dem zweiten Duell am kommenden Samstag in Bayern auf ein Minimum sinken lassen.

Nur in Bestbesetzung wäre das Halbfinale realistisch gewesen

Die Adelhauser hatten neben dem Ausfall von Peter Öhler wie befürchtet auch die Absenzen der weiteren Spitzenkräfte Alexander Semisorow, Manuel Wolfer und Edgaras Voitechovskis managen müssen. In Bestbesetzung wären sie annähernd auf Augenhöhe mit dem Titelfavoriten auf die deutsche Meisterschaft gewesen, so war das Weiterkommen keine realistische Option für das Team aus dem Rheinfelder Ortsteil. Dabei hätten sie den Bayern, die im Halbfinale der Vorsaison nach einem Hinkampf (13:13) unter dubiosen Begleitumständen und einem Sieg im Rückkampf (17:11) weiterkamen, allzu gern Paroli geboten.

Vor 800 Zuschauern gewannen die Adelhauser fünf der zehn Duelle, doch das klingt knapper, als es auf der Matte ablief. Lediglich Ivo Angelov, der Andreas Maier in der Griechisch-Römisch-Klasse bis 61 Kilogramm über sechs Minuten beherrschte und drei Punkte für sein Team verbuchte, war der einzige Ringer im Team des Außenseiters, der einen hohen Sieg beisteuerte. Sascha Keller (75 Greco) brachte gegen Burghausens Witalis Lazovski (5:1) zwei Zähler ein, dazu blieben Beka Bujiashvili, Danijel Janecic und Bozo Starcevic bei knappen 1:0-Siegen, während die Gäste gleich vier Vierer einfuhren und nach dem neunten Kampf als Sieger feststanden.

Zehn Punkte müssten die Adelhauser im Rückkampf wettmachen – eine praktisch aussichtslose Ausgangslage. Zumal sich die personelle Situation nicht gravierend verbessern wird.