Ringen

TuS Adelhausen und RKG Freiburg scheiden im Playoff-Viertelfinale aus

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 04. Januar 2020 um 22:49 Uhr

Ringen

Endstation Viertelfinale: Die Ringer-Erstligisten TuS Adelhausen und RKG Freiburg sind in den Playoffs ausgeschieden. Nach den Niederlagen in den Hinkämpfen verloren beide Teams im Rückkampf deutlich.

Für den TuS Adelhausen war das Rennen um die deutsche Meisterschaft nach dem Hinkampf schon gelaufen. Mit 8:18 hatten die Adelhauser zuhause gegen Titelverteidiger SV Wacker Burghausen verloren, auch angesichts der Verletzungssorgen schien eine Aufholjagd beim übermächtigen Meister nahezu ausgeschlossen. Im Rückkampf war der TuS nun chancenlos: Die Gäste unterlagen mit 4:24.

In Burghausen trat der TuS zwar nicht in Bestbesetzung und nur zu neunt an, bot vor 780 Zuschauern aber immerhin drei seiner ausländischen Top-Ringer auf. Nedyalko Petrov (Greco bis 57 Kilogramm) steuerte im Auftaktduell einen Zähler für die Gäste bei, Dominik Etlinger (75 Greco) holte bei seinem dominanten Auftritt zwei Punkte und gewann somit auch seinen fünften Kampf im TuS-Trikot. Artem Gebekov, in der Hauptrunde in sechs Kämpfen unbesiegt, musste sich im 71er Freistil in einem engen Duell dem Türken Gengizhan Erdogan mit 2:5 geschlagen geben.

Den dritten Erfolg der Gäste landete Nachwuchsringer Paul Schmidt. Das Adelhauser Eigengewächs, Stammkraft in der Regionalliga-Mannschaft, drehte im 61er Freistil gegen Erwin Kobsar einen 0:4-Rückstand. Wenige Sekunden vor dem Schlussgong holte er die entscheidende Viererwertung zum 6:4-Punktsieg und verbuchte einen Zähler für den TuS. In den weiteren Mattenduellen mussten die Adelhauser Ringer deutliche Niederlagen hinnehmen. Nach dem sechsten von zehn Kämpfen – Kakhaber Khubezhty errang im 86er Freistil gegen Georg Harth drei Punkte – war der Halbfinal-Einzug von Wacker Burghausen auch rechnerisch fix.
SV Wacker Burghausen – TuS Adelhausen 24:4

57 Greco: Schmitt – Petrov 0:1 (Punktsieg)
130 Freistil: Thiele – Krafft 3:0 (Punktsieg)
61 Freistil: Kobsar – Schmidt 0:1 (Punktsieg)
98 Greco: Azizsir – Güney 4:0 (technisch überhöht)
66 Greco: Maier 4:0 (kampflos)
86 Freistil: Khubezthy – G. Harth 3:0 (Punktsieg)
71 Freistil: Erdogan – Gebekov 2:0 (Punktsieg)
80 Greco: Schwarz – Keller 4:0 (technisch überhöht)
75 Greco: Widmayer – Etlinger 0:2 (Punktsieg)
75 Freistil: Umarpashaev – Kuder 4:0 (technisch überhöht)

Für die RKG Freiburg war allein der Einzug in die Bundesliga-Playoffs schon ein großer Erfolg gewesen. Der SV Alemannia Nackenheim erwies sich im Viertelfinale nun erwartungsgemäß als eine Nummer zu groß. Den Hinkampf verlor Freiburg mit 8:23, vor dem Rückkampf konnte der dünne RKG-Kader den Ausfall zweier Leistungsträger nicht auffangen. Bei der 4:35-Niederlage beim SV Alemannia boten die Gäste nur neun Ringer auf und besetzten mit Mihail Lapp lediglich eine von vier Ausländerpositionen. Der Moldauer musste – nachdem er zwischenzeitlich 8:0 vorne lag – gegen Nachwuchsringer Burak Demir eine Schulterniederlage hinnehmen.

Der einzige RKG-Erfolg im Rückkampf vor 700 Zuschauern gelang Andrej Janzen. Der Freiburger Greco-Spezialist hatte im Hinkampf gegen Islam Koray Cakici im 66er Freistil 4:10 verloren, in seiner angestammten Stilart war es nun eine eindeutige Angelegenheit für den RKG-Ringer: Nach etwas mehr als fünf Minuten gewann Janzen das Greco-Duell technisch überhöht und holte vier Punkte für Freiburg. In den Rückkampf war Nackenheim mit drei Schultersiegen gestartet, auf Seiten der Gäste konnte einzig Marc Fischer seinen Kampf über die vollen sechs Minuten bestreiten.
SV Alemannia Nackenheim – RKG Freiburg 35:4

57 Greco: Demir – Kapp 4:0 (Schultersieg)
130 Freistil: Ferdinand – Maier 4:0 (Schultersieg)
61 Freistil: Lyzen – Maaß 4:0 (Schultersieg)
98 Greco: Kudla – Remensperger 4:0 (technisch überhöht)
66 Greco: I. Cakici – Janzen 0:4 (technisch überhöht)
86 Freistil: Dudarov – Vasilachi 4:0 (technisch überhöht)
71 Freistil: Schmidhuber 4:0 (kampflos)
80 Greco: Levai – Farzad 4:0 (technisch überhöht)
75 Greco: Kudrynets – Fischer 3:0 (Punktsieg)
75 Freistil: O. Cakici – Riesterer 4:0 (technisch überhöht)