Gegner-Porträt

Werder-Coach Kohlfeldt sieht Chancen gegen Freiburg

BZ-Redaktion & dpa

Von BZ-Redaktion & dpa

Sa, 23. Mai 2020 um 08:59 Uhr

SC Freiburg

Die Kritik an Werder-Coach Kohfeldt ist groß. Doch der wehrt sich: "Ich bin nach wie vor der Beste auf dieser Position." Vor dem Spiel gegen den SC erhält er Rückendeckung von Bremer Sportchef Baumann.

Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt hat sich gegen die deutliche Kritik von ehemaligen Werder-Stars gewehrt. "Ich bin nach wie vor der Beste auf dieser Position", sagte der Coach des stark abstiegsgefährdeten Fußball-Bundesligisten vor der Partie beim SC Freiburg. Die harten Worte gegen ihn würden ihm jedoch sehr wehtun. "Aber es fördert bei mir eher eine gewisse Form von Trotz. Und ich werde es trotzdem allen zeigen", sagte der 37-Jährige. An Rücktritt habe er bislang noch nicht gedacht.

Werder-Idole wie der Norweger Rune Bratseth und der frühere Torwart Dieter Burdenski stellten in den vergangenen Tagen Kohfeldt ziemlich unverblümt öffentlich in Frage. "Das tut weh, das tut richtig weh, wenn man von Leuten über Medien kritisiert wird, die ansonsten freundschaftlich jovial rüberkommen, aber selber keine Verantwortung übernehmen", sagte Kohfeldt zu den Vorwürfen: "Uns jetzt vorzuwerfen, dass wir alles laufen lassen, dass kein Feuer da ist, empfinde ich als Frechheit."

Sportchef Baumann hält zu Kohfeldt

Der Bremer Sportchef Frank Baumann gab seinem Coach einmal mehr Rückendeckung, auch für den Fall, dass es für den Bundesliga-17. in Freiburg erneut keine Punkte geben sollte. "Ich bin überzeugt, dass Florian der richtige Mann für diese Situation ist und die Wahrscheinlichkeit mit ihm am größten ist, die Klasse zu halten", sagte der Ex-Nationalspieler wie schon so oft.

Für den Sportclub hatte Baumann jede Menge warme Worte parat. "Man kann nur ein Kompliment nach Freiburg schicken", erklärte er: "Wie dort in den vergangenen zehn Jahren gearbeitet wurde, was aus wenigen Mitteln aufgebaut wurde, ist sehr überzeugend. Der Weg ist mir sehr sympathisch."

Gleichwohl sieht Florian Kohfeldt die Chance, auswärts zu gewinnen. "Freiburg ist gut drauf. Aber wenn ich die individuellen Möglichkeiten betrachte, ist es nicht aus der Welt, gegen Freiburg zu gewinnen." Man müsse damit beginnen, den Negativlauf zu beenden. Und das möglichst sofort.

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