Leistungssport

Werden an der Uni-Klinik wieder Spitzensportler betreut?

Andreas Strepenick

Von Andreas Strepenick

Sa, 19. März 2016 um 00:01 Uhr

Sportpolitik

Medienberichte, in Freiburg sollten wieder verstärkt Top-Athleten betreut werden, sorgen angesichts der nicht aufgeklärten Doping-Vergangenheit für große Unruhe. Wie ist der Stand?

Einst das Doping-Zentrum Westdeutschlands, jetzt sauber. Das ist – in aller Kürze – die Geschichte der Freiburger Sportmedizin. Es ist jedenfalls das, was sich dem Beobachter von außen erschließt. Die Kommission zur Geschichte der Manipulationen hätte hier ein fundiertes Urteil fällen können. Sie hätte Empfehlungen für die Zukunft geben können. Aber sie existiert nicht mehr. Fünf ihrer sechs Mitglieder traten am 1. März zurück. Wie geht es nun weiter mit der Betreuung von Spitzensportlern? Medienberichte sorgen für erhebliche Unruhe.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung sprach am 1. März von einem "Versuch durch die Hintertür". In Freiburg sollten wieder Spitzensportler betreut werden, und die Uni-Führung gebe sich arglos. Im Deutschlandfunk legte Ralf Meutgens, der führende Anti-Doping-Experte im deutschen Radsport, am 6. März nach. Er habe Hinweise darauf, "dass man durch die Hintertür wieder zurück will zum Leistungssport".

Was ist dran an den Berichten? Es scheint im Augenblick tatsächlich Bestrebungen einzelner Sportmediziner an der Universitätsklinik zu geben, sich wieder verstärkt der Betreuung von Top-Athleten zu widmen. Vor allem aber gibt es Pläne, die Abteilung, die sich mit Spitzensportlern beschäftigt, auch über das Jahr 2016 hinaus als Sportmedizinisches Untersuchungszentrum des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zu zertifizieren.

Tatsächlich hat die Klinik nur kurz damit aufgehört, Spitzensportler zu betreuen. Sie war und blieb ein Untersuchungszentrum des DOSB – auch nach dem Jahr 2007, als der Spiegel das Doping beim Radsportteam Telekom/T-Mobile durch Freiburger Ärzte ...

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