Konferenz

Brisante Tagung über dopende Sportärzte in Freiburg

Andreas Strepenick

Von Andreas Strepenick

Mi, 14. September 2011 um 20:58 Uhr

Sportpolitik

Die Freiburger Universität stellt sich auf einer Tagung mutig der Geschichte des Dopings an ihrer Klinik. Erstmals durfte auch Doping-Bekämpfer Werner Franke hier sprechen. Auf der Tagung kommt es zum Streit, aber nur ganz kurz.

Hans-Ulrich Wiedmann ist außer sich vor Zorn. "Ich finde es ungeheuerlich, wenn man dem Olympiastützpunkt unterstellt, er habe mit Manipulation zu tun." Wiedmann erregt sich, wie man es 23 Jahre lang nicht gesehen hat bei dem Freiburger Spitzenvertreter des Sports. So lange führt Wiedmann nun schon den Olympiastützpunkt Freiburg/Schwarzwald, und jetzt, am dritten und letzten Tag der Universitätstagung über Sportmedizin und Doping in Europa, fühlt er sich vor Wissenschaftlern und Doping-Experten aus aller Welt an den Pranger gestellt.

Wiedmann findet es unglaublich, was Gerhard Treutlein, der Heidelberger Professor an der Seite des einst führenden deutschen Doping-Bekämpfers Werner Franke, ihm soeben vor 200 Zuhörerinnen und Zuhörern in der Aula der Universität vorgeworfen hat. Die Atmosphäre im Saal ist zum Bersten gespannt. Zwei Lager sitzen sich gegenüber.

Auf der einen Seite Franke und Treutlein, die zusammen mit dem Journalisten Andreas Singler einen Finger nach dem anderen in die Wunde legen, als die man die Geschichte der Freiburger Sportmedizin heute bezeichnen muss. Singler spricht über Joseph Keul, den im Jahr 2000 gestorbenen Chef der Sportmedizin an der Universitätsklinik. Treutlein referiert über Armin Klümper, der bis zum Jahr 2000 die legendäre Sporttraumatologische ...

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