Universität

Scheitert die Freiburger Doping-Aufklärung auf der Zielgeraden?

Andreas Strepenick und Andreas Frey

Von Andreas Strepenick & Andreas Frey

Mi, 06. Mai 2015

Sportpolitik

Die Vergangenheit der Freiburger Sportmedizin sprengt die Dimensionen dessen, was eine Universität aus eigener Kraft aufdecken kann. Ihre Kommission will kämpfen bis zuletzt, aber ihr Kampf neigt sich dem Ende zu.

FREIBURG. Scheitern am Ende beide, Uni-Rektor Hans-Jochen Schiewer und die Kriminologin Letizia Paoli? Das wäre genau das, was die Doping-Seilschaften sich wünschen. Sechs Anmerkungen zur Anatomie eines Skandals.

DOPING IST NUR EIN ASPEKT

Freiburg war das Zentrum des Dopings im Westen Deutschlands. Das ist eine Tatsache. An ihr kommt heute niemand mehr vorbei. Acht Jahre nach der Aufdeckung der Manipulationen beim früheren Radsportteam Telekom/T-Mobile durch den Spiegel geht es heute aber längst um mehr als nur um einige Ärzte und Disziplinen des Sports. Es geht um die Frage, warum das Gebilde der Freiburger Sportmedizin politische Deckung erfuhr. Es geht darum, wie Staatsanwälte und Fahnder vor Freiburger Koryphäen wie Joseph Keul und Armin Klümper kapitulierten. Es geht um die Verstrickung von Ministerien, getarnte Dopingforschung, Korruption, erschlichene Professorentitel, das geheime Gebaren ganzer Sportfachverbände, versteckte und vernichtete Akten, gestorbene Patienten: Es geht um einen Skandal, der den Sport, aber auch die Politik und staatliche Behörden noch nachhaltig erschüttern kann. Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau war Ort der Handlung, aber sie war nicht der Auftraggeber. Da waren Politiker und Funktionäre im Spiel. Acht Jahre lang hat die Universität versucht, aus eigener Kraft heraus aufklären. Acht Jahre lang hat eine von der Universität eingesetzte Kommission versucht, die Komplexität des Geschehens begreifbar zu machen. Acht Jahre lang ...

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