Die Akte Klümper

Wie die Politik Armin Klümper geschützt hat

Martin Herceg

Von Martin Herceg

Fr, 17. April 2015 um 22:51 Uhr

Sportpolitik

Die politischen Verstrickungen im Fall Armin Klümper waren weitreichend. Das wird beim Blick in die Ende 2014 aufgetauchten Ermittlungsakten aus dem Verfahren wegen Rezeptbetrugs deutlich.

Neben zahlreichen Belegen für Medikamenten-Lieferungen an verschiedene Sportverbände und die Fußballklubs VfB Stuttgart und SC Freiburg finden sich darin auch Aktenvermerke und Ermittlungsprotokolle. Diese geben Aufschluss darüber, dass Stuttgarter Ministerien auf die Ermittlungen gegen den Doc Einfluss genommen haben.

DOPINGMITTEL FÜR PROFESSORENTITEL?

Ein Name, der immer wieder in den Ermittlungsakten des Freiburger Staatsarchivs auftaucht, ist der des früheren Kultus- und Sportministers von Baden-Württemberg und damaligen Präsidenten des VfB Stuttgart, Gerhard Mayer-Vorfelder. Dutzende sichergestellte Rechnungen an den VfB Stuttgart sind an MV adressiert. Darunter auch Rechnungen für unerlaubte Doping-Präparate: Entgegengenommen und unterschrieben wurden die Medikamentenlieferungen vom damaligen Masseur des VfB Stuttgart, François Caneri.

Auf Nachfrage des SWR sagte dieser jüngst, er habe nicht gewusst, dass es sich um Dopingsubstanzen handelte. Bei der Vernehmung als Zeuge im Fall Klümper 1984 sagte Mayer-Vorfelder, ihm sei es wichtig gewesen, dass es sich nicht um Dopingmittel handelte, Caneri habe ihm das versichert.

Auf mehrere Anfragen der Badischen Zeitung hat Mayer-Vorfelder bislang nicht reagiert. Viel spannender ist jedoch eine andere Aussage Mayer-Vorfelders aus der Vernehmung. Aus freien Stücken machte er die ...

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