Sprachreformerinnen machen sich lächerlich

Jochen Brüll

Von Jochen Brüll (Freiburg)

Mo, 01. März 2021

Wie war es nur möglich, dass sich die deutsche Sprache mit all ihren Facetten über hunderte von Jahren ohne den leider erzwungenen "politischen linken Einfluss der sogenannten Sprachreformerinnen und Sprachreformer" weiterentwickeln konnte? Haben hauptsächlich links orientierte Politikerinnen und Politiker Angst, bei den nächsten Wahlen nicht wieder von Frauen gewählt zu werden, und lassen sich sicherheitshalber von dieser schleichenden Genderifizierung umgarnen oder per Duden einzwängen? Das sei doch sprachlicher Fortschritt.

Wie dämlich die Begründung für die Genderifizierung der Sprache sein kann, zeigt die Argumentation von Frau Haberzettl. Ihr Sprachbeispiel: Wer Dreisam:ufer sagen könne, könne auch Politiker:innen sagen. Mit solchen Beispielen hat sich diese elitäre Glaubensgemeinschaft selbst lächerlich gemacht.

Was ist wohl der nächste Schritt dieser Sprachreformerinnen und Sprachreformer? Wie werden die einzelnen geschlechtsspezifischen Orientierungen in der Zukunft einzuordnen sein? Man wird sich schon zu profilieren wissen.

Jochen Brüll, Freiburg