"Von Menschenhand verursacht"

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen nach Brand in Gresgen ein

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 15. November 2019 um 15:02 Uhr

Zell im Wiesental

Obwohl der Großbrand im Mai in Zell-Gresgen wohl "von Menschenhand" verursacht wurde, hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt. Es gebe keine Hinweise auf den Verursacher.

Im Zusammenhang mit dem Brand in Zell-Gresgen am 5. Mai hat die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen die gegen unbekannt geführten Ermittlungen eingestellt, nachdem kein Täter ermittelt werden konnte. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Zwar sei aufgrund eines eingeholten Brandsachverständigengutachtens eine natürliche oder technische Brandursache auszuschließen, so dass von einem von Menschenhand verursachten Brand auszugehen ist.

Konkrete Hinweise auf einen konkreten Brandverursacher hat die Behörde jedoch nicht erlangt.

Am 5. Mai war in dem Gebäudekomplex ein Feuer ausgebrochen. Insgesamt standen die Häuser Gresgen 36 bis 39 – also zwei zusammenhängende Wohn- und ein Ökonomiegebäude – in Flammen. Die Häuser standen nach Auskunft der Feuerwehr damals leer und waren unbewohnt. Wie seinerzeit bekannt wurde, stand der Verkauf des Gebäudekomplexes unmittelbar bevor. Der Eigentümer des Komplexes hatte im Gespräch mit der BZ im Sommer vermutet, dass das Feuer gelegt worden war. Über Generationen hinweg habe es im Ort Streit gegeben, von Sachbeschädigungen und Anzeigen "am laufenden Band" berichtete der 75-Jährige im August. Laut Eigentümer stand das Haus mit seinen Nebengebäuden seit 2018 leer. Im Dorf hatte es nach dem Feuer zahlreiche Spekulationen um die Ursache gegeben, die nach dem nun eingestellten Verfahren weiter im Dunkeln bleibt.