Klimabilanz

Stadt Ettenheim verbrauchte 2020 weniger Energie

Klaus Schade

Von Klaus Schade

So, 28. November 2021 um 09:00 Uhr

Ettenheim

Ettenheims Klimaschutzmanager legt Energiebericht für 2020 vor, das Fazit: 2020 verbrauchten die kommunalen Einrichtungen weniger Energie.

Der Energiebericht der Stadt Ettenheim für 2020 liefert ein erfreuliches Ergebnis: Die Stadt hat den Gesamtverbrauch in den Bereichen Strom, Wärme und Wasser und CO2 reduziert. Klimaschutzmanager Udo Benz vermutet die Pandemie als Ursache.

Der Gesamt-Energieverbrauch der kommunalen Einrichtungen führte zu einem um zwölf Prozent geringeren Ausstoß an CO2 gegenüber dem Vorjahr, informierte Benz im Gemeinderat. "Das wäre ein schöner Erfolg, wenn die Einsparungen nicht überwiegend coronabedingt wären", so sein Fazit.

Größter Stromverbraucher ist die Straßenbeleuchtung

Im Bereich Strom fiel 2020 der Verbrauch in den kommunalen Einrichtungen um rund zehn Prozent geringer aus als im Vorjahr. Die Kosten reduzierten sich allerdings nur um minus vier Prozent. Größte Stromverbraucher waren die Straßenbeleuchtung mit 361 Megawattstunden (MWh), das Städtische Gymnasium (102 MWh) und das August-Ruf-Bildungszentrum (70 MWh). Der städtische Anteil am gesamten Stromverbrauch Ettenheims belief sich 2020 auf 2,8 Prozent.

Wärme wurde mit 3179 MWh rund 17 Prozent weniger benötigt. Durch niedrige Erdgaspreise sanken die Wärmekosten damit um 25 Prozent. Größte kommunale Verbraucher waren das Städtische Gymnasium (577 MWh), das August-Ruf-Bildungszentrum (450 MWh) sowie die Herbert-König-Halle (212 MWh).

Deutlich gesunken ist 2020 auch der kommunale Wasserverbrauch – in Verbrauch und Kosten um rund 28 Prozent. Größter Verbraucher (3000 von insgesamt 8472 Kubikmetern) ist das Freibad.

Erneuerbare Energien reduzierten CO2-Ausstoß deutlich

Positiv fällt der Blick des Energieberichts hinsichtlich der erneuerbaren Energien aus. 2020 wurden mit Windkraft, Photovoltaik-Anlagen und Blockheizkraftwerken, die sich in kommunalem Eigentum befinden oder auf kommunalen Dächern betrieben werden, 8631 MWh Strom produziert. Das entspricht dem Sechsfachen der kommunalen Verbräuche und reduziert den CO2-Ausstoß um 2076 Tonnen, so Benz.

Insgesamt wurden 2020 in Ettenheim 33 300 MWh Windstrom und 9100 MWh Solarstrom erzeugt.

In der Aussprache im Gemeinderat wünschte sich Ralf Glanzmann (CDU), bei künftigen Energieberichten auch die veränderte Zahl der Anlagen, die erneuerbare Energiequellen in Anspruch nehmen, erwähnt zu sehen.

Olaf Deninger (SPD) fragte bei Benz, ob er beispielsweise überdachte Parkplätze mit Photovoltaikanlagen erstrebenswert finde. "Ganz neu ist diese Überlegung ja nicht", antwortete Bürgermeister Bruno Metz in Erinnerung an derartige Überprüfungen für den Espenparkplatz. "Bisher ist das noch nie als erstrebenswert eingestuft worden", so Metz.

Eine positive Bilanz zog Benz auf die Photovoltaik-Offensive. Diese sei auch in der Online-Form sehr erfolgreich gewesen. Auch hinsichtlich des Wallbox-Förderprogramms habe es eine "deutlich angewachsene Nachfrage" gegeben.