Volkshochschulen

Starten können in Bötzingen, March und Umkirch nur Online-Kurse

Manfred Frietsch

Von Manfred Frietsch

Do, 18. Februar 2021 um 10:00 Uhr

Bötzingen

Das neue Semesterprogramm der Volkshochschule soll am 22. Februar starten. Doch die Corona-Pandemie vereitelt den geplanten Start. Bis mindestens Anfang März gelten noch Beschränkungen.

Auch sind die gewöhnlich für VHS-Kurse genutzten Räume in Schulen oder Gemeindehäusern gesperrt. Kurse, Vorträge und Führungen können damit nicht starten, es sei denn, sie werden online angeboten. Im gemeinsamen Programmheft der Volkshochschulen von Bötzingen, March und Umkirch, das Anfang Februar an alle Haushalte verteilt wurde, gibt es nur einzelne Online-Veranstaltungen. Für die meisten anderen Angebote, die in einer der beiden kommenden Wochen beginnen sollten, gilt, dass ihr Start verschoben wird, um mindestens zwei Wochen.

"Wir versuchen, so flexibel wie möglich zu reagieren." Agnes Wörne
"Auch für 15-teilige Kurse haben wir den zeitlichen Puffer in diesem Semester", erklärt Marchs VHS-Leiterin Agnes Wörne. Entscheidend sei, was Anfang März von der Politik beschlossen werde. Bei Bedarf, so erklärt Christian Geppert vom Volksbildungswerk Bötzingen, können auch Termine gebündelt werden, indem etwa Doppeleinheiten gemacht werden. Sollte die Zahl der geplanten Kurseinheiten gekürzt werden, werde natürlich die Kursgebühr entsprechend reduziert. "Wir versuchen, so flexibel wie möglich zu reagieren", erklärt dazu Agnes Wörne.

Wie ihre Kolleginnen plädiert auch Bianca Dürrmeier von der VHS Umkirch an Interessenten, sich für Kurse jetzt anzumelden und nicht abzuwarten. Sollten sich Starttermine verschieben, werde jede angemeldete Person davon verständigt. Und sollten dann neu vereinbarte Termine nicht passen, könne man sich problemlos abmelden.

Aufwand für Dozenten, auf Online-Format umzustellen

Die Umkircher VHS versucht auch, ein Umstellen auf Online-Angebote zu ermöglichen. Schon im vergangenen Semester habe man bei Sprachkursen, aber auch bei Bewegungsangeboten, wie etwa Ballett, Erfahrung mit Online-Kursen gesammelt und baue nun darauf auf. Dazu nutzt man, wie auch bei der VHS March, unter anderem eine vom Volkshochschulverband bereitgestellte Cloud. Allerdings, erklärt Agens Wörne, erfordere es für Dozenten schon einigen Aufwand, sich in dieses Format einzuarbeiten. Es liege letztlich an den Dozenten, ob sie sich – wenn eine geplante Präsenzveranstaltung nicht stattfinden kann – auf online umstellen wollen und welches Format sie dafür wählen. Den angemeldeten Teilnehmern sei es in jedem Fall frei gestellt, ob sie bei einem Wechsel auf Online mitmachen wollen oder nicht, versichern alle drei VHS-Organisatorinnen. Wer ein Umstellen auf online nicht mitmachen wolle, könne sich abmelden.



Der Verwaltungsaufwand sei natürlich größer geworden, erklären Wörne, Geppert und Dürrmeier übereinstimmend. Man müsse auch im laufenden Semester mit Veränderungen rechnen und dann schnell reagieren können. Aber gerade wegen der Pandemie mit ihren vielen Einschränkungen sei es so wichtig, dass die Volkshochschulen den Menschen Angebote unterbreiten könne, um für sich neue Erfahrungen zu machen, sich neues Wissen und Fertigkeiten anzueignen.

Infos auf den Homepages vbwboetzingen.de, vhsmarch.de, vhsumkirch.de