Zuflucht für Leprakranke

Ute Wehrle

Von Ute Wehrle

Do, 05. Juni 2008

Staufen

Am Samstag kann die Magdalenenkapelle und der Garten besichtigt werden

STAUFEN. Sie diente schon als Waschhaus und wurde auch als Branntweinbrennerei benutzt: Die St.-Magdalenen-Kapelle in Staufen blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück.

Errichtet wurde die Kapelle 1568 – zu einer Zeit, als sich in Europa die Lepra unaufhaltsam ausbreitete. Pilger und Kreuzzugsteilnehmer hatten diese unheilbare Krankheit aus dem Orient eingeschleppt. Die Seuche machte auch vor der Fauststadt nicht halt: Etwa Mitte des 13. Jahrhunderts wurde auch hier ein Leprosenhaus gebaut, wo die Aussätzigen untergebracht wurden, um die anderen Bürger vor Ansteckung zu schützen.

Leprakranke, die sich – nach erteilter Erlaubnis – außerhalb aufhielten, mussten einen weißen Stab tragen, damit ...

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