Virtuelle Lynchjustiz

Staufener Missbrauchsfall: Was passiert mit den Facebook-Profilen der Tatverdächtigen?

Konstantin Görlich

Von Konstantin Görlich

Fr, 19. Januar 2018 um 15:12 Uhr

Computer & Medien

BZ-Plus Die Tatverdächtigen sind schon lange in U-Haft, ihre Profile stehen aber immer noch im Internet – und werden zur Plattform für Rachephantasien. Das ist ein altbekanntes Muster.

Auf dem Facebookprofil von Angela B. sind kitschige Bilder und Sprüche zu sehen. Immer wieder Herzchen. Ihre beiden niedlichen Kätzchen. Aber an einer Stelle auf Facebook zeigt sich die Userin Angela B. von einer ganz anderen Seite: auf dem Facebookprofil von Christian L., dem Hauptverdächtigen im Staufener Missbrauchsfall. Sie schreibt von einem Baseballschläger mit Widerhaken und von rostigem Natodraht. Was sie damit machen will, können wir nicht in die Zeitung schreiben.

Angela B. ist nicht die einzige, die auf dem Facebookprofil von Christian L. brutalste Gewaltphantasien detailreich ausformuliert preisgibt. Nur wenige belassen es bei – womöglich strafbaren – Morddrohungen oder bei Forderungen nach der Todesstrafe. Einige beschreiben, wie sie sich den Tatverdächtigen zu Tode gefoltert wünschen. An manch einem Stammtisch mag man ähnliches auch früher schon gehört haben, aber hier handelt es sich um ...

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