Wie Steinen voll in Blüte kommt

Robert Bergmann

Von Robert Bergmann

Sa, 03. November 2018

Steinen

BZ-Plus Aus Rasenflächen sollen Bienenweiden werden – über den Weg dahin wird noch diskutiert / Unterwegs mit Ruth Noack.

STEINEN. Aufblühen soll die Gemeinde Steinen im kommenden Frühjahr – zum Wohle der Menschen wie auch der Insekten. Nicht länger sollen die Straßen und Wege Steinens von nach englischer Art gestutzten Rasenstreifen geprägt sein – das Schaffen bunter Bienenweiden ist das Gebot der Stunde, auf dass die von Giften bedrohten Honigsammler wenigstens nicht länger Hunger leiden. Dabei gibt es durchaus unterschiedliche Wege zum Ziel: Überlässt man die Rasenflächen einfach sich selbst oder bringt man sie über das Ausbringen von Saatgut zum Blühen?

"Kerbel, gelbblühendes Fingerkraut, Schafgarbe". Die Namen der Pflanzen, die da ganz von allein auf dem teilweise umgepflügten Rasenstück bei der Trafostation gegenüber dem B 317-Kreisel emporwachsen, sprudeln aus Ruth Noack nur so heraus. Die mittlerweile 86-jährige Biologin, frühere Gemeinschaftsrätin und Immer-Noch-Naturschützerin freut sich sehr, dass rund 500 Quadratmeter Grünfläche in Steinen im Rahmen der Kampagne "Blühender Naturpark Südschwarzwald" zu sogenannten Bienenweiden umgewidmet werden sollen.

Der Schutz der Insekten, der Vögel und "am Ende der Kette" des Menschen, all das habe die Naturpark-Kampagne im Sinn, schwärmt Noack. Und sie verweist darauf, dass sich die Gemeinde bislang "mit Blühpflanzen doch eher schwer getan" habe. Es sind oft kleine, eher unscheinbare Rasenrandstreifen, die der Werkhof bislang mit dem Rasenmäher bearbeitet hat, damit sie im klassischen ...

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