Nördlicher Breisgau

Stimmen zur Entscheidung des Bundestages zum Ausbau der Rheintalbahn

Siegfried Gollrad

Von Siegfried Gollrad

Sa, 30. Januar 2016

Herbolzheim

Stimmen aus den Gemeinden zur Entscheidung des Bundestages, beim Ausbau der Rheintalbahn zusätzliches Geld für mehr Lärmschutz bereitzustellen.

NÖRDLICHER BREISGAU (gol). Die Entscheidung des Deutschen Bundestages vom Donnerstag, beim Ausbau der Rheintalbahn 1,5 Milliarden Euro für zusätzlichen Lärmschutz zur Verfügung zu stellen, findet in der Region positive Resonanz. Die BZ sammelte Stimmen zu diesem historischen Votum, das nach langem Ringen den Weg für die autobahnparallele Trasse und den Tunnel in Offenburg freimacht.

Matthias Guderjan, Bürgermeister von Kenzingen, spricht von einem "großen Tag für unsere Region". Nach Wiederaufnahme der Planung durch die DB Bauprojekt vor 15 Jahren sei eine Allianz der Kommunen und der Bürgerinitiativen entstanden, die in ungezählten Gesprächen und Aktionen, durch unablässiges Insistieren und mit 170 000 Einwendungen Betroffener gegen die Bahnplanungen zur Bildung des Projektbeirates geführt habe. Dessen Empfehlungen sei der Bundestag nun gefolgt sei. Guderjan erinnert daran, dass die Forderung, die zusätzlichen Gleise an der Autobahn zu bauen, ihren Ursprung in Kenzingen habe. "Als jedoch klar wurde, dass der Ausbau der Rheintalschiene vor allem dem Güterverkehr dienen würde, formierte sich der Widerstand der betroffenen Kommunen und ihrer Bürgerinnen und Bürger", so Guderjan. Es bleibe die Erkenntnis: Große Infrastrukturprojekte könnten hier und künftig auch andernorts nur gemeinsam mit der Region und ihren Menschen geplant und verwirklicht werden. "Insoweit wird die Auseinandersetzung am Oberrhein auf ganz Deutschland ausstrahlen". Klar sei auch, dass die Kommunen und die Bürgerinitiativen auch in Zukunft die Planungen der Bahn konstruktiv und kritisch begleiten, um bestmögliche Lösungen zu für die Region zu erhalten.
Ernst Schilling, Bürgermeister von Herbolzheim, bezeichnet den Bundestagsbeschluss als ein eindrucksvolles Beispiel, dass die parlamentarische Demokratie ihre Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit unter Beweis gestellt habe. Im Rahmen der Umsetzung gelte es, auch die vom Ausbau neu betroffenen Bürger und Gemeinden in den Planungs- und Realisierungsprozess mit einzubinden. Schilling sprach von einem "erfreulichen Tag für das gemeinsame bürgerschaftliche Engagement."
Jürgen Louis, Bürgermeister von Rheinhausen, begrüßt im Interesse der Menschen in der Region sehr nachdrücklich den Beschluss des Deutschen Bundestages zum zweigleisigen autobahnparallelen Neubau. "Wir hoffen, dass sich der Beschluss am ...

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