Rheinweiler

Streit um eine fehlende Maske in der Regionalbahn eskaliert

BZ & Jonas Hirt

Von BZ-Redaktion & Jonas Hirt

Mi, 17. August 2022 um 12:37 Uhr

Bad Bellingen

Ein Mann will im Zug bei Bad Bellingen keine Maske tragen. Er zerreißt sogar ein Exemplar, das ihm der Zugbegleiter gibt. Später bekommt der Mann bei einem Streit eine Bierflasche auf den Kopf.

Es ist kein alltäglicher Fall für die Bundespolizei: In der Regionalbahn, Höhe Rheinweiler, ist ein Mann in der Nacht auf Mittwoch, kurz nach 1 Uhr, durch ein Bierflasche verletzt worden. Zuvor wollte er nach Darstellung der Bundespolizei die vorgeschriebene Maske im Zug nicht tragen.

Ein Zugbegleiter habe den 44-Jährigen aufgefordert eine Maske zu tragen. Er habe ihm sogar einen Mund-Nasen-Schutz angeboten. Der Mann sei aber sichtlich aufgebracht gewesen und habe die Maske zerrissen. In solchen Fälle könnte der Zugführer das Hausrecht durchsetzen und den Mann aus dem Zug verweisen, sagt Friedrich Blaschke, Pressesprecher der Bundespolizei.

Bundespolizei sucht Zeugen

In dieser Nacht kommt es anders: Zwischen Rheinweiler und Kleinkems soll der Mann von zwei unbekannten Männern angegriffen worden sein. Sie hätten den Vorfall davor wohl bemerkt. Der 44-Jährige hat laut der Bundespolizei eine Bierflasche auf den Kopf bekommen – und sich eine Platzwunde zugezogen, ins Krankenhaus musste er nicht. Die anderen Beiden hätten in Kleinkems den Zug verlassen. Die Bundespolizei sucht nun Zeugen.

Normalerweise müsste die Bundespolizei den Geschädigten bei der Bußgeldstelle melden, da er keine Maske getragen habe, das bestätigt der Pressesprecher. Ob dies passiert ist, sei aber unklar. Die zerrissene Maske ist laut Blaschke nicht relevant. Diese habe der Mann vom Zugbegleiter erhalten – er könne damit machen, was er will.