Terroranschlag

Stummer Schock, Panik, Ausnahmezustand: Sri Lanka nach den Anschlägen

Willi Germund

Von Willi Germund

Di, 23. April 2019 um 07:35 Uhr

Ausland

BZ-Plus 290 Tote – das Ausmaß der Terroranschläge in Sri Lanka ist schwer zu ertragen. Unser Korrespondent schildert die Situation vor Ort – und wie die Regierung der Herr der Lage zu werden versucht.

Die Fernsehbilder waren schwer zu ertragen. Die schwarze Hose, die ein Kirchgänger zum Ostergottesdienst in der Sebastians Church, im Viertel Negombo in Sri Lankas Hauptstadt Colombo übergezogen hatte, war blutdurchtränkt. Der Oberkörper hing wie künstlich drapiert über eine Kirchbank. Neben dem Toten, so berichteten es lokale Medien, fanden die ersten Retter staubbedeckte Tote. Einige hielten noch das Gebetbuch in der Hand. Durch das zertrümmerte Dach schien am Sonntagmorgen die Sonne auf blutbeschmierte Kirchensäulen, zu Kleinholz zerhackte Gebetsbänke und verzweifelt weinende katholische Priester, deren Ostergottesdienst der Hoffnung plötzlich in einem der schlimmsten Blutbäder Sri Lankas endete.

Selbstmordattentäter im Frühstückssaal
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