Umweltschutz

Gegen Fracking am Bodensee gibt es heftigen Widerstand

Wulf Rüskamp

Von Wulf Rüskamp

Mi, 13. November 2013 um 12:12 Uhr

Südwest

Nach dem Willen der Politik soll am Bodensee kein Öl oder Gas mit der Frackingmethode gefördert werden. Doch nun wird eine Konzession zur Erkundung verlängert. Die Umweltschützer sind deshalb empört.

Da sind sich Grüne und CDU im Land einmal einig: Am Bodensee soll kein Öl oder Gas mit der Frackingmethode gefördert werden. Soweit die Politik. Doch in diesen Tagen wird das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) dennoch die bergrechtliche Konzession einer Firma verlängern, die zwischen Singen, Ravensburg und Biberach nach Öl und Gas suchen will – wobei die Firma zwar derzeit nicht beantragt, aber durchaus anstrebt, die Rohstoffe mithilfe von Fracking aus dem Boden zu holen.

Gas und Öl zu fördern – das ist rund um den Bodensee und in Oberschwaben keine Neuheit. Doch die alten Fundstätten gelten als ausgebeutet, auch wenn ein Ingenieurbüro an zwei Stellen noch einmal untersucht, ob sich mit neuen Methoden die weitere Förderung nicht doch noch lohnt. Die deutsche Tochter der britischen Firma Parkyn Energy will dagegen zwei zusammen 2600 Quadratkilometer große Gebiete ganz neu erkunden, das Konstanzer und das Biberacher Feld.

Die Strategie dieses Unternehmens zielt darauf, auch sogenannte nicht konventionelle Erdöl- und Erdgasressourcen auszukundschaften und zu erschließen. Dabei geht es vor allem um Kohlenwasserstoffe, die im Posidonienschiefer gebunden sind. Wer sich für Geologie oder auch nur für Fossilien interessiert, wird dieses an Versteinerungen reiche, ölhaltige Gestein aus Dotternhausen kennen, wo es zu Zement verarbeitet wird.

Um das Gas ...

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