Landkreis Waldshut

Kinderpornografie über Handy verbreitet - zwölf weitere Verdächtige

dpa

Von dpa

Fr, 23. Oktober 2020 um 12:07 Uhr

Südwest

Kommunikation über Messengerdienste: In ihren Ermittlungen gegen einen Mann wegen des Verbreitens von Kinderpornografie ist die Polizei zwölf weiteren Verdächtigen auf die Spur gekommen.

Die Kriminalpolizei in Waldshut-Tiengen ist im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen einen im Landkreis Waldshut wohnhaften Mann wegen Besitzes und Verbreitens von Kinderpornografie zwölf weiteren Tatverdächtigen auf die Spur gekommen. Gegen den Mann waren zwei Strafanzeigen erstattet worden, in Folge derer Beweismittel bei dem Tatverdächtigen beschlagnahmt wurden.

Wie die Polizei jetzt mitteilt, konnte bei der Auswertung nicht nur der Tatverdacht gegen den Mann erhärtet werden, es wurden auch Erkenntnisse zu weiteren Tatverdächtigen gewonnen, mit denen der Mann aus dem Landkreis kinderpornographisches Material getauscht hatte oder denen er solches verschickt und von ihnen erhalten hatte. Die Kommunikation fand über Messengerdienste statt. Elf dieser Kontakte konnten laut Polizei identifiziert werden.

Diese Verdächtigen agierten aus Deutschland hinaus. Bei den identifizierten Personen handelt es sich um neun Männer und eine Frau im Alter zwischen 20 und 61 Jahren sowie einen Jugendlichen. Fünf dieser Personen sind bereits einschlägig in Erscheinung getreten.

Gegen diese elf Personen wurden durch die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen Ermittlungsverfahren eingeleitet und an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden im gesamten Bundesgebiet abgegeben. Die Erkenntnisse über den zwölften identifizierten ausländischen Kontakt wurden dem Bundeskriminalamt übermittelt. Der vorbestrafte Tatverdächtige aus dem Landkreis befindet sich in Haft.