Karlsruhe

Müllverbrennungsanlage "Thermoselect" war ein Flop

Stefan Jehle

Von Stefan Jehle

Mi, 27. Mai 2015 um 00:00 Uhr

Südwest

Die Müllverbrennungsanlage "Thermoselect" in Karlsruhe ging nie richtig in Betrieb und beschäftigt vor allem die Gerichte. Auch fast zwölf Jahre nach Stilllegung der Anlage.

KARLSRUHE. Ende des vergangenen Jahrhunderts war die Müllverbrennungsanlage "Thermoselect" in Karlsruhe eine Art Wallfahrtsort. Abfallexperten aus ganz Europa pilgerten zu der großen Anlage. Doch im Jahr 2003 – knapp fünf Jahre nach Fertigstellung – zog der Betreiber EnBW die Reißleine. Nun – fast zwölf Jahre nach Stilllegung der Anlage – ist immer noch kein Ende der Rechtsstreitigkeiten in Sicht.

Die Industrieruine im Karlsruher Rheinhafen ist weithin sichtbar. 167 Millionen Euro betrugen die Investitionskosten einer der mutmaßlich modernsten Müllverbrennungsanlagen im europäischen Raum, teilt EnBW mit. Was das Wort Verbrennung betrifft, so handelt es sich genauer gesagt um ein thermisches "Verschwelungsverfahren", bei dem in einer Art Hochtemperatur-Reaktor die Abfälle angeblich rückstandslos – und vor allem: "ohne umweltschädliche Emissionen" – verbrennen sollten.

Der Müllofen, den manche ein "Ei des Kolumbus" nannten, war auch in einer protzigen ...

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