Bundeswehr am Feldberg

TALUF, TALAB: Brückenbau mit Sprengstoff

Dirk Sattelberger

Von Dirk Sattelberger

Sa, 14. September 2019

Zell im Wiesental

Jahrelang verhielt sich die Bundeswehr in Todtnau-Fahl ruhig und unauffällig und kam höchstens mit der einen oder anderen Erfolgsmeldung im Bereich des Spitzensports aus der Deckung. Das hat sich diese Woche geändert, als eine Meldung aus dem Todtnauer Rathaus die BZ-Redaktion aufschreckte: Auf Mittwoch hatten sich demnach Bundeswehrkollegen aus Stetten am kalten Markt angekündigt, die eine Brücke in der Nähe der Rothausbahn sprengen wollen; die B 317 sollte für den Verkehr gesperrt werden und mehrere Wanderwege dazu, aus Sicherheitsgründen. Sollte das Verteidigungsministerium seine bisherige Defensivstrategie am Feldberg aufgeben und neuerdings zum Angriff blasen? Welches Objekt rückt als nächstes in den Fokus der Armee, wenn die 28-Meter-Fußgängerbrücke weg ist? Doch alle Sorgen lösten sich auf einen Schlag in Luft auf, als ein Bundeswehrsprecher auf BZ-Nachfrage mitteilte, dass die zu sprengende Brücke ohnehin marode sei. Das Beste: Die Soldaten wollen den Steg sogar wieder aufbauen. Ob die Sprengmeister wissen, dass es weitere sanierungsbedürftige Brücken rund um Todtnau gibt? Die Bundeswehr nimmt ihre Übungssprengungen jedenfalls sehr sehr ernst. So wurde die Sprengung verschoben auf voraussichtlich Montag, 16. September. Wie es hieß, fehle eine "interne Genehmigung". Gut Ding will eben Weile haben. Das kennt man auch von anderen Bauvorhaben.