Freiburg

Ein Geist, der stets verneint: Fausts Mefistofele am Theater

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Mo, 18. Januar 2016 um 00:01 Uhr

Theater

Brillant und rundum kurzweilig: Ludger Engels’ inszeniert und Fabrice Bollon dirigiert Arrigo Boitos romantische "Faust"-Oper "Mefistofele" am Theater Freiburg.

Prolog im Himmel: Ist das nun der "Urquell" des Geistes? Oder der "Wolkenschoß", von dem Goethe den Chor der Engel in einer Weimarer Aufführung seines "Faust" hatte singen lassen? Die schwebende Glasvitrine in der Ausdehnung von geschätzten gut vier auf zwei Metern jedenfalls, in die fortwährend Bühnennebel gepumpt wird, scheint die schwebende, schwankende Erscheinung des Geists doch in klare Schranken zu verweisen. Ironie allenthalben.

Fast ein Motto für Ludger Engels’ Inszenierung von Arrigo Boitos "Faust"-Oper "Mefistofele". Obgleich Goethes "dauernde Gedanken" die eines Regiegeistes sind, der stets verneint. Wenn es denn so etwas wie ein Prinzip dieser brillanten, rundum kurzweiligen Neuinszenierung am Theater Freiburg gibt, dann ist es wohl das des In-Frage-Stellens und Verneinens. Nicht, dass Engels und sein um keinen szenischen Sarkasmus verlegener Ausstatter Ric Schachtebeck Boitos Goethe-Adaption als Vorahnung der ...

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