Tragödie

Karl Kraus' "Letzten Tage der Menschheit": Welchem Befehl gehorcht die Medienmacht?

Wilhelm Hindemith

Von Wilhelm Hindemith

Mo, 28. Juli 2014

Theater

Im August 1914 begann der Erste Weltkrieg mit seinen verhängnisvollen Spätfolgen – der Oktoberrevolution 1918 und dem Dritten Reich 1933. Dieser erste Welt-Krieg brach nicht wie ein Naturereignis plötzlich aus den Gesellschaften hervor, sondern war gewollt und lange vorbereitet. Wie das vor sich ging und welche enorme Medienmacht die Presse hatte, zeigt Karl Kraus umfassend und detailgenau in seiner Tragödie "Die letzten Tage der Menschheit". Ein einzigartiges literarisches Monument in der deutschen Geistesgeschichte. Wie kein anderer, und im Gegensatz zu vielen Literaten und Dichtern, wie Gerhart Hauptmann, Hofmannsthal, Thomas Mann und ungezählten anderen heute noch prominenten Figuren, die sich damals an der Propaganda beteiligten, stellte sich der Wiener Dramatiker und Satiriker von Anfang an gegen diesen Krieg. Er darf überdies bis heute als der schärfste, entschiedenste Medienkritiker gelten.

Er zeichnete minutiös ...

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