Theater Basel

Simon Stone inszeniert Tony Kushners "Engel in Amerika"

Martin Halter

Von Martin Halter

Mo, 26. Oktober 2015

Theater

n seinem mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten Erfolgsstück „Engel in Amerika“ ging Tony Kushner, der als „Saint Tony“ verehrte schwule New Yorker Linksintellektuelle, auf alles los, was er an Amerikas Homos und Heteros hasste: Feigheit, Heuchelei und Liebesverrat, Homophobie und Bigotterie, Kapitalismus, Rassismus und Antisemitismus, die Erosion moralischer Werte, das Ende aller Utopien von Solidarität und Sozialismus.

I Kushners monumentales Stück über Homosexualität als Lebensform und Metapher in Gesellschaft, Politik und Religion der Reagan-Ära war 1991 ein Skandal und ist heute ein Klassiker, jedenfalls in Amerika: populäres Lehrstück für Schultheater, Fernsehserie mit Al Pacino und Meryl Streep, zuletzt sogar ein Hit am Broadway.

Bei uns werden die "Engel" dagegen kaum noch gespielt. Die Zeit der Aids-Paranoia und der großen Coming Outs ist vorbei; nicht einmal konservative Katholiken würden Aids noch als Schwulenpest und Engel als Nothelfer beschwören, und außerdem hat auch Kushners melodramatische Kreuzung aus pseudoreligiöser ...

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