Oper

"Uraufführung" nach 125 Jahren: César Francks "Hulda" am Theater Freiburg

Alexander Dick

Von Alexander Dick

So, 17. Februar 2019 um 19:45 Uhr

Theater

BZ-Plus Es geht um Stammesfehden im Norwegen um 1100. Doch Regisseur Tilman Knabe verlegt die Handlung von César Francks Oper "Hulda" ins heutige Afrika. Kann das funktionieren?

Zynisch spricht man vom "Wettlauf um Afrika". Da saßen die europäischen Großmächte zwischen November 1884 und Februar 1885 in Berlin am Tisch, um vor allem über die Zukunft des Kongo zu befinden. Im Ergebnis wurde das Land, identisch in etwa mit der Fläche der heutigen Demokratischen Republik Kongo, als Privatbesitz eines Belgiers bestätigt: König Leopold II., ein knallharter Kapitalist, für den Kolonialisierung im 19. Jahrhundert durch wirtschaftlichen Nutzen und Gewinn legitimiert wurde.

Ein anderer gebürtiger Belgier – der Komponist César Franck – arbeitete in dieser Zeit an der Fertigstellung einer vieraktigen Oper über Machtmissbrauch und den Fluch von Hass, Erbrache und Morden. "Hulda" – nach dem Drama "Halte-Hulda" des Literatur-Nobelpreisträgers Bjørnstjerne Bjørnson – spielt in Norwegen um 1100, in einer Welt, in der Heidentum und Christentum noch um die Vorherrschaft rivalisieren, in der kein Staat, sondern die Sippen ihre Macht ...

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