Gelungene Stücke zum Thema Extremismus in Freiburg

Heidi Ossenberg

Von Heidi Ossenberg

Sa, 14. Oktober 2017

Theater

Gelungene Stücke des Freiburger Theaterwerkstatt und des Theater Radix zum Thema Extremismus.

Warum radikalisieren sich Jugendliche? Dieser Frage gehen zwei Theaterstücke nach, die in dieser Woche im Freiburger E-Werk Premiere hatten: "Djihad" des Belgiers Ismael Saidi, umgesetzt vom Theater Radix, und "Gas" von Tom Lonoye, realisiert von der Freiburger Theaterwerkstatt. Beide Stücke inszenierte Peter W. Hermanns.

Gas
Wer hätte sich das noch nicht gefragt, gerade erst, nach den Massenerschießungen in Las Vegas: Wie mögen die Angehörigen des Täters mit der Tatsache umgehen, dass ein zeitlebens vertrauter Bruder, ein geliebter Lebensgefährte ein Verbrechen solchen Ausmaßes begangen hat? Tom Lanoye hat einen Monolog geschrieben, der sich dieser leider immer wieder aktuellen Frage stellt: Eine Mutter berichtet von ihrem Sohn, der ein Selbstmordattentat mit Nervengift verübte. Es ist ein ungeheuer dichter Text, schonungslos und ehrlich. Und vor allem: kraftvoll.

Man kann sich nach der Premiere am Donnerstagabend keine bessere Schauspielerin für "Gas" vorstellen, als Sybille Denker. Unter der Regie ...

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