Spielzeiteröffnung am Stadttheater

"Dantons Tod" in Freiburg: Es lebe Robespierre!

Bettina Schulte

Von Bettina Schulte

Mo, 23. September 2013 um 00:00 Uhr

Theater

Mit "Dantons Tod" hat das Stadttheater Freiburg die neue Spielzeit eröffnet. Robert Schusters Inszenierung leidet unter Überfrachtungen und dramaturgischen Schieflagen.

Georg Büchners Drama "Dantons Tod" ist 40 Jahre nach der Französischen Revolution entstanden. Ein Abgesang auf den Aufstand der Bürger gegen den Adel ist es keineswegs – suchte Büchner, der später steckbrieflich gesucht wurde, doch zu dieser Zeit selbst noch nach einem Weg, den Hütten Frieden und den Palästen Krieg zu bringen, wie es seine Flugschrift "Der Hessische Landbote" formuliert. Doch steht die Resignation Dantons, seine Lebensmüdigkeit, sein Ekel vor so viel Blut und Gewalt, unverkennbar im Mittelpunkt des Geschehens. Diese Haltung will der noch in die DDR hineingewachsene Robert Schuster in seiner Inszenierung zur Saisoneröffnung des Freiburger Theaters am Vorabend der Bundestagswahl nicht gelten lassen. Dem Bürger und seinem Rückzug ins Private wird kein Pardon gegeben. Die soziale Revolution, sagt Robespierre bei Büchner und bei Schuster, sei noch nicht vollendet. Das ist der Ansatzpunkt, ...

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