Josef K. könnte Schweizer sein

Bettina Schulte

Von Bettina Schulte

Sa, 14. September 2013

Theater

Barbara Frey inszeniert zur Spielzeiteröffnung in Zürich Franz Kafkas "Prozess".

Josef K. telefoniert. Josef K. sitzt am Laptop. Josef K. ist ein Mensch von heute, beschäftigt in einem Topgewerbe von heute: einer Bank. Er ist verbunden mit dem weltweiten Netz, es klingt geschäftig und professionell, wenn er in sein Handy bündige Jas spricht. Der enervierende Percussionsound von Fritz Hauser, ein rhythmisches, sehr unangenehmes Sirren, das minutenlang nicht wieder aufhört, während der Banker seinen Geschäften nachgeht, sollte einen womöglich warnen. Bald wird Josef K. sein Handy nicht mehr nutzen. Denn auch in Zürich, im Schauspielhaus Pfauen, wird er zu Beginn der neuen Spielzeit verhaftet. Und danach ist nichts mehr wie vorher.

Barbara Frey, die Intendantin, hat mit ihrer Dramaturgin Christine Besier eine ...

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