Tote Katze mit abgezogenem Fell

Martin Wunderle

Von Martin Wunderle

Mi, 21. August 2019

Löffingen

Grausiger Fund am Straßenrand.

LÖFFINGEN (wun). So etwas hat auch so ein erfahrener Jäger wie Ottmar Heiler noch nicht erlebt. Er wurde vor einiger Tagen zu einem toten Tier an der Kreisstraße zwischen Löffingen und Göschweiler gerufen. Der Kadaver lag direkt neben der Straße und das wohl schon einige Zeit, wie an dem Geruch zu erkennen war. Zunächst sei er von einer überfahrenen Katze ausgegangen, sagt Heiler. Doch das Tier sei total entstellt und nackt gewesen, so dass er zunächst ratlos gewesen sei. Er eine genaue Betrachtung der Pfoten habe ihm Gewissheit verschafft.

Die Katze so vermutet er, sei erschlagen und abgezogen worden, so als ob jemand das Fell gebraucht hätte. Und das auch noch fachmännisch, wie der langjährige Jäger erklärt. Mann könne so ein Fell durchaus haltbar machen, wenn man die Haut von innen mit Salz einreibe und dann gerbe. Dass der vermeintliche Täter es zu einem professionellen Gerber bringe, hält Heiler eher für unwahrscheinlich. Eher, so vermutet er, habe er selbst Ahnung vom Gerben.

Zu verstehen ist so etwas nicht

So etwas mache schon sehr betroffen. Und zu verstehen sei das ebenso wenig, wie gespannte Drähte in einem Wäldchen nur einige Meter von seinem Zuhause entfernt, sagt Heiler. Die habe wohl jemand ausgelegt, um Rehe zu jagen, was er als Tierquälerei bezeichnet, denn die Rehe würden dabei qualvoll ersticken.

Der Besitzer der Katze komme aus seiner Nachbarschaft und habe tagelang, auch mit selbst aufgehängten Plakaten, nach dem Tier gesucht. Es sei eine sehr große, schöne zehnjährige Katze gewesen, die er oft beim Spazieren gehen mit dem Hund gesehen habe.