Tour durch die Geschichte des Weins

Herbert Trogus

Von Herbert Trogus

Do, 15. Oktober 2020

Vogtsburg

Der Weinthemenpfad in Oberrotweil ist vollständig / Erwin und Rita Grom spendeten die letzte Stele mit dem Namen "Romanum".

Der Weinthemenpfad auf dem Weg zur Mondhalde ist jetzt vollständig. Mit der Einweihung der Weinskulptur "Romanum", einer Amphore, die an das römische Imperium erinnert, wurde das Projekt abgeschlossen. Die Stele hat das Ehepaar Erwin und Rita Grom gestiftet.

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Im Jahr 2017 wurde die erste Weinskulptur mit dem Namen "Kulturlandschaft Mesopotamien" am Stelenpfad auf dem Weg zur Mondhalde aufgestellt und eingeweiht. 2018 folgte mit "Ägypten" die zweite Stele, 2019 "Griechenland" und jetzt mit "Romanum" die 4. und letzte Skulptur.

Alle Stelen stammen aus der Werkstatt des Künstlers Jacques Millet aus Bickensohl. Amphoren wurden im römischen Reich auch als Transportgefäße für Wein genutzt.

Zur Einweihung begrüßte Ortsvorsteherin Kathrin Leininger den Künstler, einige Weinfreunde, die Sponsoren der bisherigen Skulpturen sowie einige Kommunalpolitiker, darunter auch Bürgermeister Benjamin Bohn. Ein besonderer Willkommensgruß galt dem ehemaligen Chefarzt und Leiter des Krankenhaus Bischoffingen, Erwin Grom, und seiner Frau Rita, die Spender der vierten Stele.

Gedenken an Arno Landerer
"Es ist für uns ein freudiger Tag, der mit Wehmut verbunden ist, da dieser Stelenpfad von dem verstorbenen langjährigen Ortsvorsteher Arno Landerer mit viel Herzblut begonnen wurde. Der Pfad, der an die Geschichte des Weins erinnert, wird immer mit dem Namen Arno Landerer verbunden sein", betonte die Ortsvorsteherin. Ihr Dank galt auch Sigrun Landerer, der Ehefrau des ehemaligen Ortsvorsteher. Erwin Grom, ein versierter Geschichtskenner, erläuterte, wie Amphoren im römischen Reich als Transportgefäße für Wein und Olivenöle eingesetzt wurden. Er erinnerte auch an den Weinanbau in der Kulturlandschaft Mesopotamiens sowie an die Bedeutung des Weines in Ägypten und im alten Griechenland.

Wein sei damals nur den vornehmen Leuten vorbehalten gewesen. Ein griechischer Arzt habe einst gesagt: "Der Wein erfreut die Lebenden und ist unter den Arzneien eine der schmackhaftesten", sagte Grom.

Der Standort für die neue Stele sei ideal. Er veranlasse die Wanderer dazu, stehen zu bleiben, den Text zu lesen, sich auf der Sitzbank auszuruhen und die Aussicht zu genießen, schwärmte Grom. "Die Skulptur haben wir für Arno Landerer und als Dank für die gute Zeit gestiftet, in der wir in Vogtsburg mit Müh’ und Plag’ köstlich arbeiten durften", schmunzelte der frühere Bischoffinger Arzt.

Attraktion für Gäste
Der Weinthemenpfad sei eine besondere Attraktion für die Gäste und verdeutliche auch, dass Vogtsburg ein tolles Wanderparadies sei, sagte Bürgermeister Bohn. Das Projekt Weinthemenpfad stehe für die Verbindungen zum Weinbau, zur Landschaft, zu Kunst und Kultur und erinnere an den engagierten Kommunalpolitiker Arno Landerer, der in Vogtsburg und vor allem in Oberrotweil viel bewegt habe, betonte der Rathauschef.

Bohn dankte Erwin und Rita Grom für die großzügige Spende. Zum Abschluss übergab Ortsvorsteherin Leininger ein Weinpräsent sowie ein Blumengebinde. Musikalisch umrahmt wurde die Einweihungsfeier von Ulrich Eith und Jonas Landerer.