"Tourismus muss auf breite Basis gestellt sein"

vom, bz

Von vom & BZ-Redaktion

Mi, 22. Januar 2020

Kleines Wiesental

Gesprächsrunde mit Armin Schuster im Kleinen Wiesental.

KLEINES WIESENTAL (vom). Dass es beim Thema Tourismus im Kleinen Wiesental einiges zu verbessern gibt, wurde bei einer Gesprächsrunde, zu der der CDU-Bundestagsabgeordnete Armin Schuster in die "Sennhütte" nach Schwand eingeladen hatte, deutlich.

Als prominenten Gast begrüßte Schuster den Geschäftsführer der Schwarzwald Tourismus GmbH, Hansjörg Mair. Weitere Gäste der Gesprächsrunde waren Bürgermeister Gerd Schönbett, Gemeinderätin Patricia Fromm, Ortsvorsteher Klaus Worms aus Neuenweg, Jürgen und Maximilian Grether von der Sennhütte in Schwand sowie der CDU-Ortsvorsitzende Dieter Vollmer. Armin Schuster liegt das Thema Tourismus im Kleinen Wiesental sehr am Herzen. In einer früheren Sitzung des CDU-Ortsverbandes wurde deshalb angeregt, dieses Thema einmal zentral zu behandeln. Der Klein-Wiesentäler Bürgermeister Gerd Schönbett bemerkte, dass im Kleinen Wiesental Mitte und Ende der 80er Jahre rund 80 000 Übernachtungen gezählt wurden, aktuell liege die Zahl bei rund 20 000. Schönbett sehe allerdings keine Möglichkeit bei der Gemeinde, weiteres Personal für diesen Bereich bereitzustellen.

Hansjörg Mair ging in seinen Ausführungen unter anderem auf die Förderung durch die "Konus"-Gästekarte ein. Mit dieser könne im gesamten Bereich des Naturparks Südschwarzwald kostenlos Bus gefahren werden. Doch werde dieses Angebot im Kleinen Wiesental nur sehr wenig genutzt. "Tourismus", so Mair, "kann nur dann funktionieren, wenn er auf eine breite Basis gestellt ist". Er müsse auch von der Bevölkerung vor Ort mitgetragen werden. Der Klein-Wiesentäler Tourismusvorsitzende Hubert Pohl beklagte ebenfalls die mangelnde Akzeptanz in der Bevölkerung. Ein funktionierender ÖPNV wäre gut, werde aber von der Bevölkerung nicht angenommen. Er meinte weiter, dass eine vorhandene Infrastruktur enorm wichtig sei.

Jürgen Grether meinte, dass ohne eine gewisse Qualität nichts gehe. Hansjörg Mair betonte, dass der Name Schwarzwald für alle ein Begriff sei, eine Stufe darunter gebe es jedoch noch eine Menge Platz. So könnte man zum Beispiel das Kleine Wiesental im Schwarzwald besser bewerben, was den Bekanntheitsgrad deutlich steigern würde.

Auch das Thema Dorfgasthaus-Sterben wurde angesprochen. Hier wies Mair auf ein diesbezügliches Landesprogramm hin. Weiter lobte er die guten Kontakte nach Berlin zum dortigen Beauftragten der Bundesregierung für den Tourismus, Thomas Bareis; hierfür dankte Mair dem Bundestagsabgeordneten Schuster.