Trauungen sollen auch im Wagenschopf möglich sein

Martin Köpfer

Von Martin Köpfer

Do, 09. September 2021

Herrischried

Gemeinderäte müssen in der Sitzung am Montag zustimmen.

Eine recht umfangreiche Tagesordnung mit einigen interessanten Punkten haben die Herrischrieder Gemeinderäte in ihrer Sitzung am Montag, 13. September, ab 19 Uhr in der Rotmooshalle zu absolvieren. Ein wesentlicher Punkt ist die Vereinheitlichung bei standesamtlichen Trauungen im Freilichtmuseum Klausenhof und das Angebot, Trauungen nicht nur in der Stube stattfinden zu lassen, sondern für größere Gesellschaften auch im größeren Wagenschopf.

Bisher lagen die Gebühren für die Nutzung der Klausenhofstube für Trauungen bei 25 Euro für Einheimische und 50 Euro für Auswärtige. Das hat aber immer wieder zu Diskussionen geführt, wenn beispielsweise gebürtige Herrischrieder, die auch im Ort aufgewachsen und nun zu ihrem Partner in einer anderen Gemeinde gezogen sind, im Klausenhof heiraten wollten. Deshalb macht die Verwaltung den Vorschlag, die Gebühren für alle einheitlich auf 60 Euro zu legen. Diese Regelung soll bei Buchungen ab dem 15. September gelten, schlägt die Verwaltung den Gemeinderäten vor. Dieser Betrag betrifft aber nur die reine Nutzung des Raumes, die Verwaltungsgebühr für standesamtliche Trauungen ist darin nicht enthalten. Zusätzlich soll nun auch der größere Wagenschopf im Klausenhof für Trauungen genutzt werden können. Da der Aufwand dafür aber deutlich höher ist, schlägt die Verwaltung eine Nutzungsgebühr von 200 Euro für die Trauung vor. Die reine Miete des Wagenschopfes, beispielsweise für einen Apero nach der Trauung, für goldene Hochzeiten oder Kulturveranstaltungen soll pro Stunde auf 30 Euro, für einen ganzen Tag auf 180 Euro festgesetzt werden.

Die Eintrittspreise ins Museum bleiben unverändert. Neu ist die Einführung einer Familienkarte für zehn Euro und ein reduzierter Preis für Menschen mit Behinderung von 3,50 Euro – falls die Gemeinderäte zustimmen.

Weitere Tagesordnungspunkte sind der Jahresabschluss 2020 der Hotzenwald Tourismus, der Wirtschaftsplan 2022 und die Finanzplanung bis 2025. Zudem soll der ÖPNV bis 2026 weiterhin kostenlos für Urlauber genutzt werden können, es gibt Arbeitsvergaben für den Neubau der Gemeinschaftsschule, die Bestellung von Nicole Allgaier zur Eheschließungsbeamtin und die Abwasserkonzeption Wehrhalden. Ferner stehen fünf Bausachen an.