Villingen-Schwenningen

Tuner-Szene versammelt sich über Ostern – etliche Corona-Verstöße

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 05. April 2021 um 12:45 Uhr

Villingen-Schwenningen

Bis zu 500 Menschen aus der Tuner-Szene mit rund 400 Fahrzeugen trafen sich an den Osterfeiertagen in Villingen-Schwenningen. Die Polizei ahndete Corona-Verstöße und löste die Versammlungen auf.

Der sogenannte "Car-Freitag" und das gesamte Osterwochenende sind ein beliebter Zeitraum für Treffen innerhalb der Tuner-Szene. So versammelten sich trotz Corona auch am diesjährigen Osterwochenende viele Tuner mit ihren Fahrzeugen – hauptsächlich im Gewerbegebiet am "Neuen Markt" in Villingen-Schwenningen. Aber auch in Bad Dürrheim und Donaueschingen-Hüfingen fanden vereinzelte Treffen statt.

Mehrere Platzverweise, über 100 geahndete Verstöße gegen die geltende Corona-Verordnung sowie angezeigte Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung aber auch Anzeigen wegen Beleidigungen, Sachbeschädigungen und wegen eines tätlichen Angriffs gegen Beamten sind die polizeiliche Bilanz dieser Treffen.

Tuner und feierwillige Schaulustige

Bereits am Freitagabend wurden im Laufe des Abends auf verschiedenen Parkplätzen im Schwarzwald-Baar-Kreis eine Vielzahl von Fahrzeugen festgestellt – zu Spitzenzeiten bis zu 400. Diese waren laut Polizei eindeutig der Tuning-Szene zuzuordnen. Außerdem gesellten sich hier auch feierwillige junge Erwachsene hinzu. Die Polizei sprach Platzverweise aus und beendete die Versammlungen.

Am Samstag und Sonntag konzentrierten sich die Treffen auf das Gewerbegebiet am "Neuen Markt" in Villingen-Schwenningen. Am Samstag versammelten sich gegen 22 Uhr auf dem Parkplatz des Schwarzwald-Baar-Centers sowie auf zwei angrenzenden Parkplätzen eines Gartencenters und einer Tankstelle rund 300 Fahrzeuge mit Fahrern und Begleiter der Szene aber auch viele Schaulustige.

Beleidigungen und Wurfgeschosse

Am Sonntagabend kam es kurz nach 20 Uhr erneut zu einer Ansammlung der Szene. Nachdem die Polizei kontinuierlichen Zulauf feststellte und die Anzahl der Fahrzeuge auf über 400 mit über 500 Personen anstieg, wurde die Zufahrt des "Neuen Marktes" gesperrt und es folgte die Räumung der Parkplätze und Zufahrtsstraße mit entsprechenden Platzverweisen per Lautsprecherdurchsagen.

In diesem Zuge griff ein 21-jähriger Teilnehmer der Ansammlung während einer Identitätsfeststellung einen Polizeibeamten auf dem Parkplatz eines Gartencenters nach zunächst ausgesprochenen heftigen Beleidigungen an und verletzte den Beamten mit einem Faustschlag. Zudem wurden aus der Menge mehrfach Gegenstände, darunter Getränkedosen, gegen die Beamten und die Dienstfahrzeuge geworfen. Hierbei wurde ein Streifenwagen beschädigt. Auch wurden aus einzelnen Gruppen heraus Beleidigungen gegen die Beamten gerufen.

Nach der Räumung des "Neuen Marktes" verlagerte sich die Szene auf verschiedene Parkplätze, vorwiegend an Tankstellen im Bereich Villingen, Schwenningen, Bad Dürrheim und Donaueschingen. Auch dort wurden entsprechende Corona-Verstöße geahndet und Platzverweise ausgesprochen, sodass sich die Treffen der Autoposer und der Schaulustigen schließlich kurz nach 2 Uhr am Ostermontag aufgelöst hatten.

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