"Burghausen im Viertelfinale? Wäre Wahnsinn"

Matthias Konzok

Von Matthias Konzok

Fr, 06. Dezember 2019

Ringen

BZ-INTERVIEW mit Sascha Keller, Ringer TuS Adelhausen.

ADELHAUSEN (zok). Endspurt in der Ringerbundesliga: Der TuS Adelhausen kämpft beim ASV Urloffen (Samstag, 19.30 Uhr) und im Gipfeltreffen gegen den KSV Köllerbach (Sonntag, 15 Uhr) um Platz eins im Südwesten. Greco-Ringer Sascha Keller, zugleich in der sportlichen Leitung engagiert, blickt auf das Duell und die Erstliga-Playoffs.

BZ: Herr Keller, ist der Rauch um den Abschied von Trainer Florian Philipp beim TuS inzwischen verflogen?
Sascha Keller: Das ist derzeit kein Thema. Jeder konzentriert sich auf das Wesentliche, das Sportliche steht im Fokus.
BZ: Sonntag trifft der TuS auf Köllerbach. Wie wichtig ist es für die Playoffs, den KSV an der Spitze noch abzufangen?
Keller: Als Tabellenzweiter könnten wir im Viertelfinale auf einen der drei Gruppenersten treffen, darunter Meister Wacker Burghausen. Das wäre Wahnsinn. Die sind mit Abstand der Top-Favorit.
BZ: Für Rang eins müssen Sie aus dem Hinkampf ein 9:14 aufholen.
Keller: Wir schicken unsere stärkste Mannschaft, müssen aber realistisch sein: Fünf Punkte sind nicht wenig, die können wir nicht wegreden. Wenn alles gut läuft, ist es möglich, aber Köllerbach ist ein Brett. Die Mannschaft steht auch durch die Bank kompakt. Eine Herkulesaufgabe.
BZ: Kommt Ihnen der Stilartwechsel in der Rückrunde entgegen?
Keller: Normalerweise wären wir nun stärker. Aber man muss unsere Verletztenliste sehen. Mit Peter Öhler fehlt uns ein Siegringer, wir müssen umstellen.
BZ: Und wie steht es um die Chancen in den Playoffs?
Keller: Wir sind dieses Jahr kein Favorit. Letzte Saison waren wir breiter aufgestellt, nun sind wir ein wenig durchschaubar, haben nicht mehr ganz so viele Varianten. Gegen Burghausen wären wir krasser Außenseiter. Wir sind nirgends Favorit, aber Mainz, Köllerbach oder Heilbronn müssten uns erstmal besiegen.
BZ: Ab 2021 soll die Bundesliga zwei- statt dreigleisig gegliedert sein.
Keller: Wir müssen den Beschluss erst einmal analysieren. Zum aktuellen Zeitpunkt lässt sich noch nicht viel sagen. Zudem wurde den Vereinen aus der DRL eine Rückkehr angeboten, die Frage ist: Kommt einer dieser Clubs zurück? Wir müssen schauen, wie es sich entwickelt.