Kreisliga

TuS Binzen holt zwei Leistungsträger vom FV Lörrach-Brombach

Mario Schmidt

Von Mario Schmidt

Mi, 17. März 2021 um 10:31 Uhr

Oberliga BaWü

Doppelter Transfercoup für Kreisligist TuS Binzen: Mit Kapitän Benedikt Nickel und Wirbelwind Patrice Glaser kommen im Sommer zwei Leistungsträger des Oberligisten FV Lörrach-Brombach.

Während der eine offensichtlich aufrüstet und sich zu einer gewichtigen Nummer in der Fußball-Kreisliga A West entwickelt, steht der FV Lörrach-Brombach offenbar vor einem größeren Umbruch – unabhängig davon, ob der Verbleib in der Oberliga Baden-Württemberg gelingt.

Nach Stürmer Daniel Briegel, den es wie berichtet zurück zum FC Neuenburg zieht, verlassen mit Patrice Glaser und Benedikt Nickel weitere tragende Säulen das Grütt. Edeltechniker Glaser und Kapitän Nickel suchen dabei keine höherklassige Herausforderung, es zieht sie zu A-Ligist TuS Binzen, bei dem der frühere FVLB-Präsident Karl-Frieder Sütterlin als Trainer wirkt und bereits etliche Ex-Lörracher (Malzacher, Bosek, Thiel, Bernstein) spielen.

Rund drei Wochen sind vergangen, da kündigte Matthias Tschöp, der sportliche Leiter der Binzener, an, dass die Qualifikation für die Bezirksliga als mittelfristiges Ziel auserkoren wurde. Und nachdem bereits der komplette Kader der ersten Mannschaft für eine weitere Saison zugesagt hat, verkünden die Rot-Weißen nun diese zwei Verpflichtungen, die durchaus als Transfercoups durchgehen.

Nickel und Glaser sind zwei Leistungsträger im besten Fußballeralter, in den letzten Jahren haben sie jede höhere Liga bis hinauf zur Oberliga gespielt. Sie seien "die Wunschkandidaten unseres Trainers", sagt Tschöp, Sütterlins "Verbindung zu den Jungs war ausschlaggebend für ihre Entscheidung". Gemessen am Alter haben die Neuzugänge vermutlich nicht vor, fortan irgendetwas ausklingen zu lassen: Nickel ist 27, Glaser, der 2014 ein Probetraining beim SC Freiburg II absolvierte und in den USA am College spielte, ist ein Jahr jünger.

Die Freude über die Zusage der beiden Mittelfeldspieler ist groß beim TuS: "Das ist schon eine Überraschung und es gab bei dem einen oder anderen große Augen, als wir es der Mannschaft gesagt haben. Mit diesen Transfers können wir unsere Ziele verwirklichen."

Weitere Zugänge könnten folgen, aber nach den jüngsten Verpflichtungen "können wir alles andere ganz entspannt angehen", sagt Sportchef Tschöp, der auf die Erfahrung von insgesamt 70 Landesliga-, 72 Verbandsliga- und zwölf Oberligaspielen vertraut, die Nickel vorweisen kann. Von Glaser, der in 110 Begegnungen für den FVLB 53 Scorerpunkte beisteuern konnte, erhoffen sich die Binzener, dass er der fünftschwächsten Offensive der aktuell unterbrochenen A-West neue Stärke verleihen kann. Eine herausragende Rolle in der Kreisliga sollte nicht zu viel verlangt sein.