TuS Maulburg droht Vakuum im Vorstand

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 15. Oktober 2021

Maulburg

Immer weniger Ehrenamtliche.

(BZ). Immer weniger Aktive, die immer mehr ehrenamtliche Aufgaben übernehmen: Dieses Szenario kennen viele Vereine. Für den TuS Maulburg war es laut einer Mitteilung das zentrale Thema der Mitgliederversammlung in die Alemannenhalle am Freitag, für die der Verein wegen der Corona-Abstandsregeln ein Drittel der Halle angemietet hatte.

Gleich zur Begrüßung machte TuS Präsident Bruno Sahner klar, dass die Konzentration der Vereinsarbeit auf immer weniger Personen so nicht hinnehmbar sei. Da der Vorsitzende Hansjürgen Scheer nach mehr als 40-jähriger Vorstandstätigkeit, davon die letzten zehn Jahre als Vorsitzender, sein Amt zur Hauptversammlung im Dezember niederlegt, und zudem Hauptkassierer Georg Seitz und Protokollführerin Karin Oettle den Vorstand verlassen, steht ein Generationenwechsel an.

Der Verein hat derzeit 710 Mitglieder, davon 240 Jugendliche sowie Aktiv- und Passivmitglieder, erläuterte Arno Renk als Moderator des Abends zum Einstieg. Diese verteilen sich auf 22 Trainingsgruppen: Im Fußball sind es zehn Mannschaften, im Turnen gibt es sechs Trainingsgruppen, in der Leichtathletik sind es zwei Trainings- sowie drei Freizeitgruppen und drei Kurse. Dazu kommen Übungsleiter und -leiterinnen, Trainer und Trainerinnen, insgesamt an die 40 Personen, die sich engagieren.

Daran knüpfte Birgit Tews als Vorsitzende der Jugendabteilungen an: "Lasst uns nach vorne denken", appellierte sie an die Versammlung. Der Verein sei im Dorf verankert und das Dorf brauche den Verein. "Wir brauchen aber auch Euch in einem Vorstandsteam, um die die vielen Aktivitäten im Verein aufrecht zu erhalten", wandte sie sich an die Anwesenden. Derzeit sei die Hälfte der 22 in der Satzung definierten Vorstandsposten vakant. "Lasst uns diese besetzten", forderte sie die Versammlung auf. Auf mehr Schultern verteilt, werde das Ehrenamt auch nicht so erdrückend, wie es scheine.

In der Diskussion wies Hansjürgen Scheer zudem daraufhin, dass sich das aufwendige Amt des Vorsitzenden laut Satzung schon seit Jahren auf drei gleichberechtigte Vorsitzende verteile und es schön wäre, daran festhalten zu können. Aus der Runde kam auch der Vorschlag, die Abteilungen autonom zu führen. Bruno Sahner hielt dem entgegen, dass ein großer Gesamtverein besser wegkäme bei Zuschüssen und großen Investitionen. Birgit Tews bekräftigte das. Zudem könne sich ein Mitglied mit einem Beitrag in allen Abteilungen bewegen.

Das weitere Vorgehen wird nun im kleinen Kreis mit Interessierten besprochen. Aber klar sei, "es muss eine Erneuerung geben", sonst gebe es bei der Hauptversammlung keine neuen Vorsitzenden, befand Arno Renk am Ende.