Eishockey

Überzeugender Auftritt: EHC Freiburg gewinnt 2:0 in Bayreuth

Matthias Konzok

Von Matthias Konzok

Fr, 20. September 2019 um 22:36 Uhr

EHC Freiburg

Zweiter Saisonsieg für den EHC Freiburg: Der Eishockey-Zweitligist hat bei den Bayreuth Tigers mit 2:0 gewonnen. Zwei Freiburger Protagonisten rückten dabei in den Mittelpunkt.

Im Filmklassiker Terminator verfügte Hauptdarsteller Arnold Schwarzenegger über ein elektromechanisches Auge, das ihm auch zur Zielerfassung diente. Das war 1984, im Gründungsjahr des EHC Freiburg, futuristisch, und 35 Jahre später ist beim Eishockey-Zweitligisten der technische Fortschritt noch nicht derart fortgeschritten, als dass Spieler mit einem elektromechanischen Auge ausgestattet werden – auch wenn man beim 2:0-Erfolg beim DEL-2-Konkurrenten Bayreuth Tigers diesen Eindruck gewinnen konnte.

Da war zum einen Jozef Balej. Sobald das rote Torgestänge in das Blickfeld des EHC-Stürmers gerät, leuchtet offenbar die Signallampe und der 37-jährige Slowake tut, wie ihm innerlich befohlen: Er schießt, schießt und schießt. In der 20. Minute leuchtete das Signal bei Balej wieder auf, aus der neutralen Zone brachte er einen schwer zu kontrollierenden Puck aus der Drehung aufs Tor – und erzielte das 1:0, weil die Scheibe unhaltbar über die Fanghand von Brett Jaeger sprang.

Erster Shutout für EHC-Goalie Ben Meisner

Zum anderen war da EHC-Goalie Ben Meisner, dessen Zielerfassung einwandfrei funktionierte. Der 29-Jährige parierte mit beeindruckender Ruhe, ließ keine Scheiben gefährlich prallen und avancierte zum Matchwinner bei den Gästen. Zusätzlicher Lohn für Meisner: Sein erster Shutout im EHC-Dress, den Auswärtssieg besiegelte Cam Spiro per Treffer ins leere Tor (2:0/60.).

Die Freiburger überzeugten erneut mit zielstrebigem Offensivspiel, agierten defensiv konstant stabil. Erstmals in dieser Saison hielten sich die Südbadener im Penalty Killing schadlos, in Bayreuth überstanden sie drei Strafen. Im Gegenzug jedoch konnte auch der EHC das Unterzahlspiel der Tigers – in nunmehr 13 Situationen unbezwungen – nicht knacken, obgleich die Freiburger die Scheibe schnell laufen ließen und zielstrebig den Abschluss suchten. Den gegnerischen Spielfluss hemmte das EHC-Forechecking, bis in den Mittelabschnitt oft mit drei Stürmern im gegnerischen Drittel, woraus regelmäßig Puckgewinne und Abschlussmöglichkeiten resultierten.
Bayreuth – Freiburg 0:2 (0:1, 0:0, 0:1)

Tore: 0:1 Balej (20.), 0:2 Spiro (60.). Strafen: Bayreuth 4 – Freiburg 6 + 10 Disziplinar Neher. Zuschauer: 1634.