Kommentar

Ungleiches wird in der Armutsdebatte gleich gemacht

Bernhard Walker

Von Bernhard Walker

Do, 05. Dezember 2019 um 22:03 Uhr

Kommentare

BZ-Plus In der Armutsdebatte wird auf Statistiken zurückgegriffen, die ein schiefes Bild vermitteln – denn der Student mit wenigen Mitteln ist in einer ganz anderen Lebenslage als der Rentner.

Wer ist arm im reichen Deutschland? Und was müsste die Bundesregierung tun, damit möglichst niemand in Armut gerät – oder schnell aus dieser Lage herauskommt, wenn sie doch eingetreten ist? Das treibt viele Bürger um. Eben deshalb ist es so seltsam, dass die Debatte über Armut die Betroffenen vergisst. Sie dreht sich meist um Statistik.

Eine Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung zeigt, dass der zurückliegende, zehn Jahre währende Wirtschaftsaufschwung in Deutschland die Zahl jener Menschen nicht hat sinken lassen, die als von Armut bedroht gelten. ...

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