Währungspolitik

US-Ökonom hält Aufspaltung der Euro-Zone für unvermeidlich

Bernd Kramer

Von Bernd Kramer

Sa, 15. November 2014 um 17:26 Uhr

Wirtschaft

Geht es nach dem US-Ökonom Allan Meltzer, sollen wirtschaftlich schwache EU-Mitglieder eine eigene Währung kreieren. Seine Währungs- und Geldpolitik erklärt er im Interview.

BZ: Herr Meltzer, Sie müssen sehr stolz auf Ihre Regierung und Ihre Zentralbank sein. Nach der größten Krise seit der Depression in den 30er-Jahren wächst die US-Wirtschaft wieder kräftig und die Arbeitslosenzahlen sinken. Die USA haben die Eurozone abgehängt.
Meltzer: Ich bin froh, dass die Wirtschaft wieder zulegt und es weniger Arbeitslose gibt. Allerdings muss man diese erfreulichen Nachrichten relativieren. Der statistische Rückgang der Arbeitslosigkeit hängt stark damit zusammen, dass viele frustriert die Jobsuche aufgegeben haben. Außerdem steht das Wachstum in keinem Verhältnis zu den gewaltigen Anstrengungen, die unternommen wurden, um die Konjunktur zu stützen. Nehmen Sie die Geldpolitik der US-Zentralbank Fed. Die Notenbank hat für Billionen Dollar Wertpapiere aufgekauft. Das dadurch in die Wirtschaft gepumpte Geld lagert jedoch nun zu einem großen Teil nutzlos auf Konten der Geschäftsbanken bei der Zentralbank, anstelle als Kredite Investitionen in der Realwirtschaft zu finanzieren. Der US-Wirtschaft mangelt es gar nicht an Geld, sie hat kein Geldversorgungsproblem. Die Geldpolitik der Fed ist die schlechteste aller Zeiten. Keiner schreitet ein, weil die Fed ohne Aufsicht ist. Das ist eine Gefahr für die amerikanische Gesellschaft.
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